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Redakteur: Josef-Martin Kraus

Teilflutung der Reinigungskammer erleichtert Späneabfuhr aus Bohrungen. Zwei Trends in der Metallbearbeitung beeinflussen zunehmend die Entwicklung der Teilereinigung: Einerseits sind es die immer...

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Zwei Trends in der Metallbearbeitung beeinflussen zunehmend die Entwicklung der Teilereinigung: Einerseits sind es die immer kleiner werdenden Abmessungen, die erhöhte Anforderungen an die Sauberkeit stellen. Andererseits ist die Komplexität der Teile und damit der Schwierigkeitsgrad der Reinigung gestiegen. Beide Phänomene lassen sich zum Beispiel bei Komponenten für Hydraulikantriebe beobachten: bei Steuerblöcken und Ventilen, die der Bauteilhersteller Weidemann Hydraulik in Straubenhardt bei Pforzheim konstruiert und fertigt ] und die mit zahlreichen Bohrungen versehen sind; mehrere hundert Löcher sind es bei Steuerblöcken, aus denen die Späne entfernt werden müssen. Dazu setzt der Metallbearbeiter auf eine Anlagentechnik, die eine Teilflutung der Reinigungskammer ermöglicht. Seit kurzem hat er deshalb die Anlage Java des Schwarzwälder Herstellers Mafac in Betrieb.Zuvor wurden die Teile in einer reinen Tauchbadanlage gewaschen und danach manuell trocken geblasen. Das stellte sich zunehmend als unwirtschaftlich heraus. Außerdem war aus Umweltschutzgründen eine Umstellung erforderlich. Man entschied sich für die 1-Bad-Anlage Java, die mit wässrigen Reinigungsmitteln arbeitet. Aufgrund der in dieser Anlage möglichen Teilflutung der Kammer werde ein Reinigungsergebnis erzielt, das den Anforderungen entspreche, heißt es. Die größte Schwierigkeit lag im Entfernen der Späne aus den Bohrungen, die zum Teil als Sacklöcher mit bis zu 300 mm Tiefe in die Steuerblöcke eingearbeitet werden. Die Blöcke haben dabei Größen, die im unteren Bereich mit der einer Zigarettenschachtel vergleichbar sind. Bei großen Werkstücken beträgt das Gewicht bis zu 100 kg. Als typisch für Weidemann gelten Steuerblöcke mit Abmessungen von 200 mm x 200 mm x 300 mm. Zu etwa 80% sind sie aus Stahl und Stahlguss gefertigt, rund 20% der Werkstücke bestehen aus Aluminium.Die Reinigung ist in eine Nass- und Trocknungsphase unterteilt. Während der Nassreinigung wird erst im Spritzprozess gearbeitet. Dazu rotiert die Spritzvorrichtung mit den Düsen um die im stehenden Beschickungssystem fixierten Teile. Die Reinigung geht danach „fließend“ in die Teilflutung der Kammer über. Während dieses Prozesses rotiert die Spritzvorrichtung weiterhin: sowohl unterhalb als auch oberhalb des gefluteten Bereichs. Auf diese Weise lassen sich in und außerhalb der Bohrungen alle Schmutzstoffe lösen und fortspülen, die beim Sägen, Fräsen, Schleifen und Bohren anfallen werden. Das sind bei Weidemann Öl, Fett, Emulsionen und vor allem Späne.In der Trocknungsphase werden die Teile impulsartig mit Warmluft abgeblasen. Für dieses Impuls-Blasen ist das Trocknungssystem mit den Luftdüsen parallel zur Spritzvorrichtung installiert. Es rotiert um das stehende Beschickungssystem. Insgesamt sind zur Reinigung und Trocknung fünf Programme gespeichert, die der Anlagenbediener über eine Bildschirmsteuerung mit Klartextanzeige aktivieren kann. Der gesamte Programmablauf umfasst 5 bis 12 min.Die Anlage enthält ein 450 l großes Bad mit wässriger Flüssigkeit, dem ein 2,5%iges Reinigungskonzentrat zugesetzt ist. Seit der Inbetriebnahme Anfang Herbst vergangenen Jahres war noch kein Badwechsel erforderlich. Als Grund dafür wird ein Koaleszenzabscheider mit Oberflächenskimmer angeführt. Dieser Abscheider zur Öl- und Fettabtrennung ist in der Anlage installiert. Die „abgeschöpften“ Verunreinigungen werden in einem separaten Behälter gesammelt. Ein Unterwasserfilter in der Rücklauffiltration ermöglicht einen restlosen Späneaustrag.

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