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Berechnung der Zykluszeit an das übergeordnete Datennetz entfällt
Darüber hinaus bietet der Rückwandbus von Axioline F bei einer derzeit gängigen Zykluszeit in Hochleistungssystemen von ungefähr 1 ms die Gewissheit, dass das I/O-System eine mehr als ausreichende Updatezeit zur Verfügung stellt. Damit entfällt die Berechnung der Zykluszeit an das übergeordnete Datennetz.
Bezieht sich die Geschwindigkeit auf den Installationsaufwand, lässt sich die Verdrahtungszeit durch Verwendung der Push-in-Technik bei den IP20- sowie der Speedcon-Schnellverriegelung bei den IP67-Komponenten erheblich senken (Bild 2). Ferner werden die Axioline-E-Module über die M12-Power-Anschlusstechnik mit Spannung versorgt. IP67-Geräte eröffnen in den meisten Fällen die Möglichkeit einer Einspeisung über M12 zur eigenen Versorgung sowie zur Weiterleitung an die nächste angeschlossene Komponente.
Bisher war dies bei herkömmlichen M12-Buchsen auf 4 A beschränkt. Mit einer Stromtragfähigkeit des M12-Power-Steckverbinders von jeweils 12 A bei zwei Aderpaaren unterstützt Axioline eine leistungsfähigere Spannungsversorgung, weshalb mehr IP67-Teilnehmer angekoppelt werden können und eine separate Nachspeisung überflüssig wird (Bild 2).
Gerätedesign und Diagnose helfen, Fehler zu vermeiden
Nachdem die Maschine oder Anlage aufgebaut und in Betrieb genommen worden ist, rücken andere Anforderungen in den Mittelpunkt. Jetzt muss die Applikation auch unter Volllast zuverlässig funktionieren, will heißen, der Ausfall von Geräten ist möglichst zu vermeiden. Die Nutzung von unterschiedlichen Elektronikkomponenten auf engstem Raum führt jedoch zu einer gegenseitigen elektromagnetischen Beeinflussung, die schlimmstenfalls eine Störung nach sich ziehen kann. Außerdem begünstigt ein nicht ausreichend belüfteter Schaltschrank eine Aufheizung der Geräte über den zulässigen Temperaturbereich hinaus. Deshalb ist das Design der Axioline-F- und -E-Module besonders robust ausgelegt worden. Beide Produktfamilien erreichen bei der Störaussendung und -festigkeit Werte innerhalb der B-Kategorie. Damit wird ihnen bescheinigt, dass sie selbst die im Wohnbereich installierten Haushaltsgeräte nicht beeinflussen. Aufgrund des erweiterten Temperaturbereichs von -25 bis 60 °C beugen die Axioline-Komponenten zudem einem temperaturbedingten Ausfall vor.
Bei der Inbetriebnahme sowie beim Beheben einer Störung sollte der Monteur die jeweiligen Anlagenteile fehlerfrei verdrahten. Axioline arbeitet deshalb sowohl bei den IP20- als auch bei den IP67-Modulen mit einer farbigen Markierung sowie einem Konzept, das eine eindeutige Quellen-Ziel-Adressierung der Leitungen ermöglicht. Darüber hinaus vereinfachen Webserver und Service-Schnittstellen die Parametrierung der Geräte. Tritt dennoch nach der Verdrahtung ein Fehler auf, stellen beide Produktfamilien die gängige Fehlerdiagnose des entsprechenden Busprotokolls zur Verfügung. Durch vielfältige Möglichkeiten innerhalb des Backplanes gibt Axioline F ferner Bus- oder Signalfehler kanalgenau über eine Klartextdiagnose aus, sodass sich Störungen noch besser eingrenzen lassen.
I/O-System ist durchgängig nutzbar für alle Datennetze
Der I/O-Link-Master aus der Produktfamilie Axioline E ist vielfältig einsetzbar (Bild 3). Das in Schutzart IP67 ausgeführte Modul sorgt für die durchgängige Nutzung des I/O-Systems in allen Netzen. Ebenfalls erhältliche Analogkonverter erlauben die bedarfsgerechte dezentrale Erfassung von analogen Ein- oder Ausgängen direkt vor Ort am Messpunkt. Durch die Verwendung des I/O-Link-Protokolls wird das analoge Messsignal in den digitalen I/O-Link-Rahmen eingefügt und störsicher übertragen. Der I/O-Link-Master der Produktfamilie Axioline E stellt somit eine Lösung dar, um die gängigen Standardsignale mit nur einem Gerät aufzunehmen und auszugeben. MM
* Dipl.-Ing. David Rogers ist Mitarbeiter bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in 31812 Bad Pyrmont
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