I/O-Link

Echtzeit-I/O-System arbeitet mit gängigen Busprotokollen

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Innerhalb einer Installationsebene – IP20 oder IP67 – führt dies unter anderem zu einer konsistenten Handhabung der Installation sowie zur Anzeige von Diagnosemöglichkeiten. Außerdem greifen Synergien, wenn der Anwender innerhalb einer Automatisierungslösung nur eine Produktfamilie verwendet. Bei Axioline E und Axioline F wird beispielsweise das Diagnose- und LED-Anzeigeverhalten gleich dargestellt. Zudem lässt sich das Datennetz nativ über die nach den Bestimmungen der entsprechenden Nutzergruppe zertifizierte Gerätebeschreibungsdatei in das übergeordnete System einbinden. Ohne von der Topologie eingegrenzt zu sein, kann der Anwender somit ein System nutzen, das in der Abbildung und Handhabung identisch ist.

Kurze Zykluszeit und wenig Installationsaufwand

Außer der Beschränkung auf ein I/O-System, was die Lager- und Installationskosten reduziert, muss ein modernes Automatisierungskonzept weitere Dinge erfüllen. Dazu gehört die schnelle Kommunikation, wobei die Geschwindigkeit in der Automation an zwei Faktoren gemessen wird: der Leistung des Systems sowie Aspekten der Installation und Inbetriebnahme. Marktbetrachtungen haben ergeben, dass zeitkritische Signale zumeist mit Antriebsstufen innerhalb eines Schaltschranks über IP20-I/O-Geräte erfasst und ausgegeben werden. IP67-I/O-Komponenten kommen bevorzugt für unkritische Signale zum Einsatz.

Aus diesem Grunde hat Phoenix Contact ein Hauptaugenmerk auf den Lokalbus von Axioline F gelegt. Dort wird ein proprietäres Protokoll verwendet, das mit einem 100-Mbit-Rückwandbus arbeitet und so abhängig von der Zahl der Lokalbusteilnehmer Zykluszeiten bis 3 ms erreicht. Generell berechnet sich die interne Zykluszeit nach der Anzahl der angeschlossenen Komponenten. In diesem Umfeld wird mit 1 µs pro Funktionsmodul und 2 µs Offsetzeit kalkuliert. Bei einer theoretischen Zykluszeit eines Sercos-3-Systems von minimal 31,25 µs stellt die Nutzung von Axioline zwei Aspekte sicher: Zunächst erweist sich der Einsatz dieser I/O-Lösung als zukunftsgerichtet, weil das überlagerte System selbst beim derzeit schnellsten Feldbus den Flaschenhals darstellt. Wegen der schnellen Verarbeitung werden die Signale im Axioline-I/O-System synchron zum Bussystem weitergegeben, sodass zukünftige Bustechniken ohne ein Re-Design des Backplanes bedient werden können.

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