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Industrie 4.0 Echtzeitüberwachung von Elektromotoren nachrüsten

| Redakteur: Beate Christmann

Mit dem Motor Scan präsentiert Antriebstechnikhersteller WEG eine Lösung, um Unternerhmen bei der kosteneffizienten und vorausschauenden Instandhaltung von Elektromotoren zu unterstützen: Am Motor befestigt soll er in Verbindung mit einer intelligenten App die Echtzeitüberwachung des Zustands ermöglichen.

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Echtzeitüberwachung des Zustands von Elektromotoren: Während der Motor Scan von WEG die Betriebsdaten der jeweiligen Maschine erhebt, können diese über eine intelligente App ausgelesen werden. Technikern und Ingenieuren soll es damit möglich werden, vorausschauende Wartungsmaßnahmen zu planen.
Echtzeitüberwachung des Zustands von Elektromotoren: Während der Motor Scan von WEG die Betriebsdaten der jeweiligen Maschine erhebt, können diese über eine intelligente App ausgelesen werden. Technikern und Ingenieuren soll es damit möglich werden, vorausschauende Wartungsmaßnahmen zu planen.
(Bild: WEG)

Den Zustand von Elektromotoren dauerhaft, aber gleichzeitig kosteneffizient überwachen zu können – das war das Ziel, das Antriebstechnikhersteller WEG mit der Entwicklung des Motor Scan kontinuierlich verfolgt hat. Nun präsentiert es die fertige Lösung auf der Achema 2018, der Messe für Prozessindustrie, die vom 11. bis 15. Juni 2018 in Frankfurt stattfindet.

Zustand bereits installierter Motoren im Auge behalten

„WEG konzentriert sich im Bereich Industrie 4.0 und vernetzter Antriebstechnik auf Technologien, die den Anwendern zu vertretbaren Kosten direkten Mehrwert bieten. Bei der Entwicklung des Motor Scans haben wir vor allem an Ingenieure und Techniker gedacht, die den Zustand der installierten Motoren überwachen müssen, um eine stetige Verfügbarkeit und hohe Prozesseffizienz zu gewährleisten. Durch die Echtzeitüberwachung kann Motor Scan Problemen und Ausfällen vorbeugen, bevor der Ernstfall eintritt. Auf diese Weise können Anwender Kosten senken, die Profitabilität ihrer Maschinen und Anlagen verbessern sowie Ressourcen effizienter nutzen“, fasst Wilmar Henning, Geschäftsführer von WEG Deutschland, den Nutzen der Neuentwicklung zusammen.

Der Motor Scan wird als Retrofit per Montageklemme am Motor befestigt. Während er die Betriebsdaten der jeweiligen Maschine erhebt, können diese über eine intelligente App ausgelesen werden. So soll auf kosteneffiziente Weise die Echtzeitüberwachung von Elektromotoren möglich werden. Nach Überzeugung des Herstellers können Instandhalter auf Basis dieser Daten vorbeugende beziehungsweise vorausschauende Wartungsmaßnahmen planen.

Antriebslösungen von WEG auf der Achema

Auf der diesjährigen Achema wir WEG in Halle 9, Stand B13 vertreten sein. Neben dem Motor Scan hat das Unternehmen eine Auswahl an energieeffizienten Motoren und Automatisierungskomponenten für die Prozessindustrie im Gepäck:

Wie der Hersteller erklärt, schreibt die EU-Motorenrichtlinie (640/2009/EC) seit dem 1. Januar 2017 vor, dass neue Standardasynchronmotoren mit einer Nennausgangsleistung von 0,75 bis 375 kW mindestens die Energieeffizienzklasse IE3 beziehungsweise IE2 mit elektronischer Drehzahlregelung aufweisen müssen. Für Motoren mit Nennausgangsleistungen von 7,5 bis 375 kW gelte dies bereits seit 2015. Spezialanwendungen, wie explosionsgeschützte Motoren, seien von der Effizienzregelung bislang ausgenommen. „Dennoch bieten wir die explosionsgeschützten Asynchronmotoren der Baureihe W22Xd für die genannten Leistungsbereiche freiwillig nach 640/2009/EC bis zur Energieeffizienzklasse IE4 in der günstigen Asynchrontechnik an“, ergänzt Henning.

Darüber hinaus hat WEG nach eigener Aussage seine WG20-Getriebemotoren weiterentwickelt und entsprechend der Richtlinie 94/9/EG beziehungsweise 2014/34/EU für die Zonen 2 (Gas) und 22 (Staub) zertifiziert. Henning erklärt: „Bisher haben wir unsere explosionsgeschützten Getriebemotoren durch den Anbau von IEC-Adaptern mit darauf installierten Motoren in Flanschanbauform (B5) realisiert. Nun ist es uns gelungen, durch den Direktanbau des Motors zum einen den Wirkungsgrad zu verbessern, zum anderen wurde der Getriebemotor selbst kürzer und somit platzsparender.“ Zudem verkürzten sich demnach die Lieferzeiten, da die Motoren ständig vorrätig seien und im Auftragsfall schnell für den Einsatz im jeweiligen Ex-Bereich angepasst werden könnten. Unter Einhaltung vorgegebener Antriebsparameter sollen sich die Motoren auch mit Frequenzumrichter betreiben lassen.

Nach Angaben von WEG sind die explosionsgeschützten WG20-Getriebemotoren aktuell für Ausgangsleistungen von 0,12 bis 30 kW verfügbar. Mit der laufenden Erweiterung der WG20 Getriebemotoren bis 18.000 Nm sollen auch die explosionsgeschützten Getriebemotoren für den gesamten Leistungsbereich bis 75 kW in naher Zukunft zur Verfügung stehen.

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