Beckhoff Edelstahl-Servomotoren ohne Ecken und Kanten

Autor / Redakteur: Michael Pfister / Stefanie Michel

Besonders in der Lebensmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie müssen Antriebe und Maschinen strenge Hygieneanforderungen erfüllen. Zudem wird eine sichere und überwachte Produktion gefordert. Deshalb stehen nun Antriebstechnik- und Automatisierungskomponenten im „Hygienic Design“ aus Edelstahl zur Verfügung.

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Die Edelstahlmotoren aus der AM8000-Baureihe sind für den Einsatz in Nahrungs- und Verpackungsanlagen so gestaltet, dass sie Kontaminationsrisiken reduzieren. (Bild: Beckhoff)
Die Edelstahlmotoren aus der AM8000-Baureihe sind für den Einsatz in Nahrungs- und Verpackungsanlagen so gestaltet, dass sie Kontaminationsrisiken reduzieren. (Bild: Beckhoff)

Bei der Konstruktion von Nahrungsmittel- und Verpackungsanlagen wird die Gestaltung der Maschinen immer wichtiger: „Hygienic Design“ ist die Basis für die zukünftigen Konstruktionen dieser Anlagen. Bisher war es immer problematisch, alle Komponenten der Anlagen so zu gestalten beziehungsweise zu beschaffen, dass die Anforderungen der Maschinenbauer und der Kunden eingehalten werden konnten.

Kontaminationsrisiken in der Automatisierungstechnik reduzieren

Die Automatisierungstechnik ist ein grundlegender Baustein aller Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Hier gibt es derzeit neue Ansätze, die aufwendige Einhausung von Motoren und Getrieben zu eliminieren, um „tote Räume“, in denen sich Schmutz oder nicht entferntes Reinigungsmittel festsetzen können, zu vermeiden. Die DIN EN 1672-2:2005 schreibt vor, dass Kontaminationsrisiken reduziert werden müssen: Hohlräume, Spalten und außenliegende Gewinde sollten deshalb minimiert, besser nicht vorhanden sein, damit Korrosion oder Bakteriennester gar nicht erst entstehen können.

Sich häufig ändernde Verpackungen in immer kleineren Losgrößen oder immer größere Ausbringungsmengen sind meist die Anforderungen an die Maschinenbauer. Hinzu kommt noch die Forderung nach vollkommener Kontrolle und Protokollierung der Prozesse. Jeder Hersteller und Verarbeiter von Lebensmitteln möchte eine sichere und überwachte Produktion von der zu verarbeitenden Ware haben. Hierbei muss auch zwingend die Einhaltung des Verbraucherschutzes des Produktes im Sinne der EG-Hygienerichtlinie beachtet werden.

Elektronik wird meist vom Produktionsprozess ferngehalten

Maschinen werden daher in unterschiedlichen Teilbereichen betrachtet. Die Leistungs- und Überwachungselektronik wird meist in Schaltschränken vom eigentlichen Prozess ferngehalten. Diese befindet sich geschützt im Schaltschrank, muss dort aber meistens gekühlt oder belüftet werden, um den Temperaturanstieg zu limitieren. Sie beeinflusst auch maßgeblich die Funktion und die Lebensdauer der Komponenten.

Bedieneinheiten wie die Control Panels und Panel-PCs sind in der Regel nicht in Kontakt mit dem zu verarbeitenden Produktionsgut und können daher in eine niedrigere Hygienekategorie eingestuft werden. Es ist jedoch zu beachten, dass der Anwender die Control Panels oder Panel-PCs mit den Händen berührt. Deshalb ist auch hier eine leicht zu reinigende Oberfläche und Robustheit der Produkte unabdingbar. Die größten Probleme sind jedoch bei den Motoren, Getrieben sowie den Kabeln zu erwarten, welche direkt im Produktionsprozess montiert sind.

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