Drahtverarbeitung

Edelstahldraht macht Schutzkleidung zuverlässig

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38 Umformstufen bringen Edelstahldraht auf gewünschte Abmessungen

„Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Deutschen Edelstahlwerken ist die Voraussetzung für ein hochwertiges Drahterzeugnis für unseren Kunden“, sagt Mimmo Marsiglia, Produktmanager Feindraht bei Sprint Metal. Nach positiver Qualitätsprüfung der Drahtgebinde durchläuft der Draht bis zu 38 Umformstufen, um die gewünschte Qualität und Abmessung zu erreichen. Zur Querschnittsreduzierung des Edelstahldrahtes auf das geforderte Endmaß von 0,5 bis 1,1 mm kommen Ziehsteine zum Einsatz, die Sprint Metal in der hauseigenen Ziehsteinpoliererei gemäß internen Spezifikationen poliert. Dadurch wird Verschleißerscheinungen entgegengewirkt und die geforderte Ziehsteingeometrie kontinuierlich sichergestellt. Diese wirkt sich unmittelbar auf die Qualität des Drahtes aus.

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Sprint Metal zieht das Material im Nasszugverfahren. Die dabei erfolgende plastische Verformung bewirkt eine Veränderung der Gefügestruktur und führt zu einer Festigkeitssteigerung – ein Attribut, das für den Schnitt- und Stichschutz der Sicherheitskleidung relevant ist. Während der Draht aufgewickelt wird, beschichtet Sprint Metal die Drahtoberfläche, um eine gleichmäßige Bespulung zum Coil zu ermöglichen. Um zusätzlich die gewünschten Umformeigenschaften für die Weiterverarbeitung bei Friedrich Münch einzustellen, glüht der Drahthersteller die aufgewickelten Drahtspulen anschließend unter Schutzgas weich. Die abschließende Qualitätsprüfung ist der letzte Schritt vor der Auslieferung an Friedrich Münch.

Enge Toleranz macht Verarbeitung des Edelstahldrahts prozesssicher

Abspulen, Schneiden, Umformen, Schweißen, Polieren – auf dem Weg vom Edelstahldraht bis zum homogenen Ringgeflecht durchläuft das Material bei Friedrich Münch viele Verarbeitungsschritte. Damit jeder Ring dem anderen gleicht, entspricht der Edelstahldraht über alle Drahtspulen hinweg einer Durchmessertoleranz von ± 0,01 mm. Das ist eine zentrale Voraussetzung für eine prozesssichere und präzise Verarbeitung sowie einen durchgehend guten Schnitt- und Stichschutz. Hinzu kommen die gleichmäßige Bespulung und Oberflächenqualität des Drahtes, um das Material reibungslos in die Bearbeitungsmaschinen einzuführen. Nach dem Abspulen des Drahtes schneidet ihn Friedrich Münch zu und biegt ihn zum Ring, verschweißt die Drahtenden und poliert diese auf Hochglanz. Anschließend werden die Ringe zu Ringgeflechten als 1:4-Gewirk verarbeitet und durch Drahtschneideanlagen zugeschnitten und konfektioniert. Viele Millionen Ringe gehen durch die Maschinen des Herstellers. „Die Qualität des Edelstahldrahtes ist maßgebend für unsere Wettbewerbskraft. Deswegen sind die Herstellung und die Lieferung absolute Vertrauenssache“, sagt Fehr. „Die Drähte von Sprint Metal erfüllen alle unsere Ansprüche hinsichtlich einer wirtschaftlichen Verarbeitbarkeit und halten den Belastungen im Einsatz dauerhaft stand.“

* Dr. Andrea Geile ist Senior Manager Corporate Communications bei der Schmolz + Bickenbach AG in Luzern (Schweiz)

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