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Das Kühlwasser wird jetzt – unter Einbeziehung der Verdunstungskälte – von Ventilatoren und Wärmetauschern herabgekühlt. In den Sommermonaten verwendet man Frischwasser, das direkt an den Wärmetauschern verdunstet. Die elektrische Antriebsleistung konnte durch die Umstellung von rund 50 auf etwa 8 kW reduziert werden. Zusätzlich kann nun die relativ hohe Rücklauftemperatur in einer nachgeschalteten Wärmerückgewinnung genutzt werden, zum Beispiel zur Beheizung des neuen Zentrallagers.
Lüftungsanlage für einen Produktionsbereich mit Wärmerückgewinnung ausgerüstet
Die Lüftungsanlage für einen Produktionsbereich wurde ebenfalls mit einer Wärmerückgewinnung ausgerüstet und auf reine Außenluftversorgung umgestellt. Die Wärmerückgewinnung erzielt Rückwärmezahlen von bis zu 55 %. Durch die hohen Ablufttemperaturen aus der Kunststoffspritzerei und die Lötrauchabsaugung wird die Heizleistung der Erhitzer bis zu einer Außentemperatur von etwa 0 °C ausschließlich über die Wärmerückgewinnung gedeckt.
Erst bei tieferen Außentemperaturen benötigt man Heizwärme aus der Heizungsanlage. Da durch den Umbau die belastete Abluft nicht mehr unmittelbar entsorgt wird, ergeben sich Energieeinsparungen von rund 90.000 kWh und eine CO2-Reduzierung von etwa 8 t/a.
Eine weitere Lüftungsanlage wird in Kürze ebenfalls auf eine reine Außenluftversorgung umgestellt, ein Wärmetauscher gewinnt die in der Abluft enthaltene Wärme zurück. Dies wird zu einer weiteren Verringerung des Energieverbrauchs um 50.000 bis 60.000 kWh/a führen.
Lohnt sich der Aufwand für diese Investitionen? In einigen Fällen musste sowieso modernisiert werden und man kann nun mit relativ geringem Mehraufwand große Einspareffekte erzielen. Das gilt zum Beispiel für den Brennwertkessel, der angeschafft wurde, um einen 20 Jahre alten Heizkessel zu ersetzen.
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