Selbst schweißen Ein Biohof nimmt das Schweißen selber in die Hand

Redakteur: Peter Königsreuther

Kleine Agrarbetriebe müssen vieles selber machen, was nicht mit Feld und Vieh zu tun hat. Darunter fallen auch Schweißaufgaben. Der Biohof Hafner zu Wanzbach setzt dabei auf Fronius-Systeme.

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Der österreichische Biohof Hafner zu Wanzbach setzt bei Reparaturen und Umbauten auf das vielseitige Schweißsystem Transsteel Pulse von Fronius Perfect Welding.
Der österreichische Biohof Hafner zu Wanzbach setzt bei Reparaturen und Umbauten auf das vielseitige Schweißsystem Transsteel Pulse von Fronius Perfect Welding.
(Bild: Fronius)

Der österreichische Biohof vertraut bei Reparaturen und Umbauten an Geräten, Werkzeugen und Fahrzeugen auf das, wie es heißt, vielseitig einsetzbare Schweißsystem Transsteel Pulse von Fronius Perfect Welding. Weil es sich um ein relativ kleines Unternehmen mit wenigen Angestellten handelt, müssen Andreas Hoffmann und sein Team vieles am Hof in Eigenregie bewerkstelligen. Das war auch bei einer Frontpackerwalze der Fall, einem Gerät, mit dem der Ackerboden für die Aussaat vorbereitet wird.

Altes Schweißsystem war überfordert

Die Aufgabe war es, die Arbeitsbreite der Walze an die anderen Ackerbaumaschinen anzupassen. Auch die Arbeitsergebnisse mit ihr waren nicht mehr zur Zufriedenheit des Landwirts. Gemeinsam mit dem gelernten Maschinenschlosser Thomas Nussko, der Hoffmann bei derlei Aufgaben unterstützt, machte sich dieser deshalb an den Umbau. Das bisherige Schweißgerät, eine 20 Jahre alte Fronius-Variostar, war leider überfordert, erinnert sich Hoffmann. Schließlich hatte man es mit bis zu 30 Millimeter dicken Blechen zu tun. Der überwiegende Teil der zu schweißenden Materialien lag außerdem bei vier bis fünf Millimetern, ergänzt Nussko. Das ist der Punkt, wo man sich im Bereich des sogenannten Übergangslichtbogens bewegt, was normalerweise zu jeder Menge Schweißspritzern führt, erklärt der Praktiker. Hätten man so geschweißt, wäre die Nacharbeit immens gewesen.

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Das Pulsschweißen spart gleich doppelt Zeit

Die beiden entschieden sich deshalb für die Anschaffung eines neuen Schweißgeräts. Fronius sollte es wieder sein. Die Entscheidung fiel dann auf ein System des Typs Transsteel 3000 C Pulse, ein kompaktes und gleichzeitig leistungsstarkes Gerät mit Pulsschweißfunktion, wie der Hersteller erklärt. Das kam nicht von ungefähr, denn der Puls-Modus ermöglicht es, den schwierig zu kontrollierenden Übergangslichtbogen zu umgehen. So entstehen viel weniger Schweißspritzer und der sonst nötige Nacharbeitsaufwand verringert sich im Idealfall um 70 Prozent, führt Fronius weiter aus. Außerdem erlaubt es der Impulslichtbogen, mit bis zu 30 Prozent höherer Schweißgeschwindigkeit zu arbeiten.

Vielseitige Schweißaufgaben als Laie erledigen

Darüber hinaus punkte die Transsteel durch ihre Vielseitigkeit. Denn das Gerät wurde speziell für den Einsatz bei Stahl entwickelt. Es unterstützt deshalb sowohl das MIG/MAG- als auch das WIG- und E-Handschweißen. Es ist mit den passenden Kennlinien für unterschiedliche Aufgaben ausgestattet, betont der Hersteller – je nachdem, ob eine gute Spaltüberbrückung, ein tiefer Einbrand oder eine hohe Geschwindigkeiten gefragt sind. Das intuitive Bedienkonzept ermöglicht es zudem, die Transsteel ohne Vorkenntnisse sofort in Betrieb zu nehmen, so Fronius. Alle notwendigen Parameter lassen sich bequem an der Gerätefront einstellen.

Die Investition hat sich nach Aussage der beiden Anwender ausgezahlt. Die zuvor bestehenden Probleme konnten eliminiert werden und obendrein entstanden 1A-Schweißnähte. Die Frontpackerwalze könne ihren Job jetzt wieder voll und ganz ausführen.

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