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Robotik

Ein italienischer Roboterriese fährt aktiven Strategiewechsel

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Höchste Wirtschaftlichkeit als ausschlaggebendes Argument

„Wir gehören zu Fiat Chrysler und beliefern neben der FCA Group auch andere große Marken aus der Automobilindustrie. Die Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit sind hier sehr hoch“, erklärt Grönegräs. Und von dieser Wirtschaftlichkeit ließ sich bislang nicht nur ein Walter Henrich überzeugen.

Comau Robotics konnte deutschlandweit in relativ kurzer Zeit bereits Fuß fassen. So gibt es in Deutschland allein im Raum Köln 500 Comau-Roboter und in Saarlouis ebenfalls noch einmal 500 Exponate im Einsatz. Und dennoch wird Comau in der Roboterbranche noch nicht wirklich ernst genommen. „Wir haben Roboter mit allen Applikationen, von Punktschweißen über Lichtbogenschweißen, Handling, Palettierung und wir sind nur an wenige Kunden der General Industry herangetreten, dennoch haben wir unsere Leistungsfähigkeit bei Fiat mehr als nachgewiesen“, so Grönegräs.

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Nach vier Jahrzehnten ist das Portfolio und das Know-how da. „Wir sind keine Newcomer, was die Technologie und das Portfolio betrifft, wir müssen uns bloß in Bezug auf Vertrieb und Marketing strukturieren“, ergänzt Grönegräs.

Seit 2015 fährt Comau die neue Strategie, Roboter außerhalb von Fiat Chrysler auf den Markt zu bringen. Deutschland ist dabei ein wichtiger Baustein. Warum, fragt sich die Branche vielleicht, hat sich Comau nach vierzig Jahren zu diesem Schritt entschlossen? Die Antwort kennt Grönegräs: „Die Robotik ist schwer im Trend und bietet ein großes Wachstumspotenzial. Und warum soll dann ein schlafender Riese wie wir nicht auch mal sagen: Wir haben eigentlich alles, abgesehen von einer weltweiten Struktur beziehungsweise Organisation.“

Mit dem tiefgreifenden Strategiewechsel ändert sich auch der Roboter-Look

Der Druck für das Unternehmen, neben dem Anlagenbau nun die Sparte Robotik zu etablieren, ist groß. Baustellen sind dabei das Marketing, Produktmanagement sowie der Vertrieb. Die hat Comau als solche bereits erkannt und darin investiert. Um auch nach außen hin ein eindeutiges Signal für den Strategiewechsel zu setzen, hat man sich von den signalgebenden roten Exponaten endgültig verabschiedet.

Auf der EMO in Mailand präsentierte Comau seine Roboter in dem neuen Farbgewand silber und schwarz. Dieser Look ist dem Slogan „Speed and Precision meet Beauty and Passion“ geschuldet und soll den neu eingeschlagenen Weg in die Zukunft auch nach außen hin verdeutlichen. „Wir ändern uns und unsere Roboter verdienen diesen Hightech-Look“, schließt Grönegräs. MM

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Mag. Victoria Sonnenberg

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Redakteurin MM MaschinenMarkt, MM MaschinenMarkt