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Hannover Messe 2019

Eine neue Maschinengeneration regt sich

| Redakteur: Nadine Schweitzer

Die Rohrumformmaschine dokumentiert Prozesschritte, sodass der sachgemäße Arbeitsablauf in Zweifelsfällen – etwa bei Reklamationen – nachgewiesen werden kann.
Die Rohrumformmaschine dokumentiert Prozesschritte, sodass der sachgemäße Arbeitsablauf in Zweifelsfällen – etwa bei Reklamationen – nachgewiesen werden kann. (Bild: Stauff - Walter Stauffenberg (Michael Bahr - sichtbar))

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Ein Komplettanbieter von Hydraulikkomponenten liefert Montagemaschinen standardmäßig mit einer integrierten Anbindung an eine von ihm bereitgestellte Cloud aus.

Die international agierende Stauff-Gruppe präsentiert auf der diesjährigen Hannover Messe als „Weltpremiere“ – wie es heißt – eine neue Generation von Maschinen für die Vor- und Fertigmontage von Schneidringen (SPR-PRC-POC) sowie der Umformmaschinen für Stauff Form (SFO-F).

Die neuen Maschinen der beiden Baureihen unterscheiden sich durch ein wesentliches, aber nicht sichtbares Merkmal von den Vorgängermodellen. Im Anschluss an die Messe werden sie standardmäßig mit einer integrierten Anbindung an eine von Stauff bereitgestellte Cloud ausgeliefert.

Dieses Maschinenkonzept bietet deutliche Vorteile, zum Beispiel bei den Software-Updates. Bislang musste sich der Stauff-Service in diesen Fällen mit den Betreibern der Maschinen in Verbindung setzen und einen Zeitraum vereinbaren, an dem eine Netzwerkverbindung hergestellt wurde, um ein Update aufspielen zu können. Oder eine Software wurde vor Ort über einen Laptop mit Netzwerkanbindung auf den neuesten Stand gebracht. Nun muss der Stauff-Service mit den Betreibern nur einen Zeitpunkt vereinbaren, an dem die Maschine online und nicht im Einsatz ist.

Außerdem können Stauff-Experten nun ohne großen Aufwand neue Parametersätze übermitteln, wenn ein Nutzer einer Maschine zum Beispiel Rohrwerkstoffe verarbeitet, für die die erforderlichen Parameter nicht schon mit der Auslieferung der Maschine bereitgestellt wurden.

Dazu kommt ein weiterer Vorteil. Die Maschine dokumentiert detailliert online die etwa bei der Montage von Schneidringen durchgeführten Montagevorgänge und macht sie online abrufbar. Die einzelnen Prozessschritte können dann ausgedruckt und als Nachweis für eine korrekte Montage herangezogen werden.

Darüber hinaus ergibt sich die Möglichkeit, per Onlineservice die Maschinenhistorie und -parameter einzusehen. Dipl.-Ing. Oliver Wagner, Elektronik-Entwickler bei Stauff und verantwortlich für die Entwicklung der Cloud-Anbindung, präzisiert: „Wir können nun gemeinsam mit Anwendern Daten analysieren und die Einstellungen von Maschinen optimieren.“

Wenn etwa die Parameter zeigen würden, so Wagner, dass sich der Zylinderdruck bei einem bestimmten Vorgang immer an der Grenze zu einem definierten und hinterlegten Schwellenwert befinde, könne man gezielt gegensteuern und damit die Qualität der Schneidringmontage oder der Umformung auf hohem Niveau halten. Und wenn eine Maschine eine Fehlfunktion aufweisen sollte, ließe sich die Ursache schnell ermitteln, denn alle relevanten Daten sowohl für die Maschine als auch für die einzelnen Werkzeuge seien in der Cloud abrufbar.

In jedem der möglichen Anwendungsfälle ist die erforderliche Datensicherheit laut Wagner auf jeden Fall gewährleistet, denn der Datenaustausch mit der Cloud findet in beide Richtungen verschlüsselt statt. Die Daten sind somit vor Fremdzugriff, Missbrauch und Manipulation geschützt.

Mit der vorgestellten Cloud-Anbindung verwirklicht Stauff wesentliche Funktionen und Vorteile des Predictive-Maintenance-Managements, über das in der gesamten Industrie zurzeit intensiv diskutiert wird. Technisch realisiert wird die Anbindung mit einer integrierten SIM-Karte, die in sämtlichen Industrieregionen der Welt genutzt werden kann.

Vorhandene Maschinen können ohne großen Aufwand mit der Cloud-Anbindung nachgerüstet werden.

Stauff – Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG auf der Hannover Messe 2019, Halle 21, Stand F23.

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