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Elektrofahrzeuge induktiv laden

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„Die Ladetechnik per induktive Stromübertragung hat sich als praktisch erwiesen“, erklärt Wolfgang König. „Für die Monteure entfällt das lästige Anstöpseln an die Steckdose und wenn das Fahrzeug in der richtigen Parkposition ist, beginnt der Ladevorgang automatisch. Um das Fahrzeug richtig zu positionieren, gibt es ein kleines Display in der Mittelkonsole des Fahrzeugs vom Typ Citysax. Es handelt sich dabei um einen umgebauten Chevrolet Matiz. Dort wurde der Benzinmotor einfach durch einen Elektroantrieb ersetzt.

Induktive Ladetechnik ist im Handling viel einfacher als die Batterie über über das Kabel zu laden

„Wir haben auch andere Autos, die einen festen Stromanschluss haben“, fährt König fort, „da haben wir festgestellt, dass die induktive Ladetechnik doch sehr viel einfacher im Handling ist. Denn es ist natürlich viel einfacher, ein Auto nur auf einen Parkplatz zu stellen, als ein Kabel anzuschließen.“

Außen vor der Ladestation ist noch ein Sensor angebracht, der das Fahrzeug erkennt und die Bodenstation einschaltet. „Die Positionierung des Fahrzeugs über der Ladefläche erfolgt über ein Display im Armaturenbrett und muss recht genau geschehen, um das Ladeverfahren zu starten. Auch gibt es es durch das Batteriemanagement im Kofferraum nur eine eingeschränkte Ladekapazität“, gibt der LH-Wartungsgruppenmeister zu bedenken.

Haupteinsatzgebiet ist begrenzt auf den Flughafenbereich

Zwar konnten die Batterien unter dem verkleinerten Kofferraum platzsparend untergebracht werden, doch zusätzliche Stromkabel, die notwendig sind, wenn das Fahrzeug einmal nicht nur auf dem Flughafen bewegt wird und woanders geladen werden muss, sowie die notwendige Ladeelektronik für das induktive Laden reduzieren den Platz stark.

„Die kleinen Fahrzeuge eignen sich zwar durchaus, um eine Person schnell zum Einsatzort zu bringen. Was wir uns wünschen, wären jedoch Transporter, damit wir Werkzeug und Material transportieren können“, wendet König ein. „Das Fahrzeug wird hauptsächlich benutzt, um Personal zu transportieren oder wenn jemand ad hoc in die Hallen oder aufs Vorfeld oder auch mal eine Fahrt zu einem Anbieter im nahen Umfeld machen muss“, erzählt König weiter. Ansonsten sei es leider durch die beschränkte Batterieleistung nicht möglich, das Fahrzeug für die Wartung einzusetzen. „Mit einer vollen Batterie hat das Fahrzeug eine Reichweite von etwa 130 km“, so König.

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