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Das sei für den Nahbereich oder den stationären Einsatz ausreichend. „Für den Fernverkehr würde ich das Fahrzeug mit dieser Kapazität nicht unbedingt empfehlen“, sagt König. Normal ist das Haupteinsatzgebiet der Flughafen – also ein sehr begrenztes Gebiet – in Ausnahmefällen wird das Auto auch, da es eine Straßenzulassung hat, im Umkreis von circa 100 km gefahren. „Das ist begrenzt, weil die Batterieleistung nicht ausreicht.“
Qualität der Fahrzeuge und der Ladetechnik ist vollkommen überzeugend
Eine Erhebung am Fughafen, die allerdings auf benzinbetriebenen Wagen basiert, habe ergeben, dass die Kollegen täglich zwischen 50 und 60 km pro Tag auf dem Flughafen fahren. Damit würde dem Einsatz des Elektroautos diesbezüglich nichts entgegenstehen.
Auch von der Qualität der Fahrzeuge und der Ladetechnik ist König überzeugt, doch leider gebe es bei den Herstellern nicht die entsprechenden Wagen, die man benötige. „All diese Punkte haben dazu geführt, dass wir den weiteren Einsatz von Elektrofahrzeugen vorerst nicht planen“, führt Jane Esteves-Coniglio, Umweltingenieurin beim betrieblichen Umweltschutz in Frankfurt bei der Lufthansa Technik AG, weiter aus.
„Ursprünglich“, so Esteves-Coniglio, „wollten wir den CO2-Ausstoß durch dem Einsatz von Elektrofahrzeugen sukzessive reduzieren, doch wegen der genannten Nachteile werden wir vorerst keine weiteren Elektroautos einsetzen. Dabei haben wir uns auf dem Markt umgesehen, aber kein entsprechendes Fahrzeug gefunden, was die Kriterien erfüllt, also größere Reichweite und größere Ladefläche.“
Induktive Ladetechnik ist erst im Kommen
Auch mit dem Düsseldorfer Auto habe man ähnliche Erfahrungen gemacht: „Dort war ähnlich wie in Frankfurt das Problem, dass man größere Dinge, die man zum Flugzeug transportieren muss, wie zum Beispiel Leitern oder langes Werkzeug, nur äußerst schwierig oder gar nicht mit so einem kleinen Fahrzeug transportieren kann“, so Esteves-Coniglio. „Es hat sich auch gezeigt, dass die Aufladezeit ein wichtiger Aspekt ist, weil unsere Wagen fast rund um die Uhr im Einsatz sind. Und wenn die Autos über Stunden nicht benutzt werden können, ist dies ein Nachteil im Vergleich zu den konventionellen Wagen.“
Götzmann ergänzt: „Insgesamt gesehen ist die induktive Ladetechnik wie auch die gesamte Elektromobilität erst im Kommen. Es gibt das BMVBS-geförderte Effizienzhaus Plus in Berlin. Dort haben wir die entsprechende induktive Ladetechnik und Fahrräder hingeliefert, um das zu testen. Wir haben auf der Hannover-Messe eine Kooperation mit dem Energieversorger EON abgeschlossen, der diese Technik im öffentlichen Bereich im normalen Nutzungsverhalten testet.“ Ebenso werde in Wien eine Ladestation aufgebaut, genannt „Tower of Power“, wo auch neben kabelgebundener Ladung die Induktion zum Einsatz komme.
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