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Schweißnahtprüfung

Elektronisches „Trüffelschwein“ spürt kleinste Fehler an Schweiß- und Lötnaht auf

| Redakteur: Peter Königsreuther

Seit zwei Jahrzehnten wird Viro WSI von Vitronic, wie es heißt, erfolgreich von der internationalen Automobilbau- und Zulieferszene eingesetzt. Bestückt mit neuen Sensoren, leiste es jetzt noch mehr.

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Fehlerhafte Schweißnähte an sicherheitsrelevanten Bauteilen haben oft schwerwiegende Folgen, denn Rückrufaktionen können in die Millionen gehen. Mit dem smarten Schweißnahtprüfsystem Viro WSI von Vitroic sollen jetzt nur einwandfrei geschweißte Bauteile in den weiteren Fertigungsprozess gelangen.
Fehlerhafte Schweißnähte an sicherheitsrelevanten Bauteilen haben oft schwerwiegende Folgen, denn Rückrufaktionen können in die Millionen gehen. Mit dem smarten Schweißnahtprüfsystem Viro WSI von Vitroic sollen jetzt nur einwandfrei geschweißte Bauteile in den weiteren Fertigungsprozess gelangen.
(Bild: Vitronic)

Mit neu entwickelten Sensoren ist Vitronics Schweißnahtprüf-System Viro WSI nun noch schneller und kompakter als sein Vorgänger, heißt es. Man habe es auch für MIG/MAG- und Lötnähte sowie für lasergenerierte Nähte optimiert. Damit ist das Prüfsystem nach Meinung des Herstellers ideal dafür geeignet, um etwa alle anspruchsvollen Aufgaben an Karosserien, Achsbauteilen und EV-Batterien zu meistern.

In interaktiven Stationen würden fehlerhafte Nähte für den Werker anschaulich dargestellt. Durch direkte Inspektion in der Linie erlaubt Viro WSI das schnelle Eingreifen in den vorgelagerten Schweißprozess. Das reduziert Fehler nachhaltig, optimiert die Prozesse und sorgt für weniger Stillstandzeiten, verringert den Nacharbeitsaufwand und vermeidet so Ausschuss. Nicht zuletzt würden teuer kommende Rückrufaktionen sicherer gebannt, so Vitronic.

Das steckt jetzt in der neuen Version

Die neue Sensorgeneration des Viro WSI Systems ist, wie es weiter heißt, in zwei Ausführungen erhältlich: mit 30 mm messender Bildfeldbreite für MIG/MAG- und Lötnähte und als 10-mm-Variante für Prüfungen an lasergeschweißten Nähte, weil diese sehr schlanke Geometrien haben. Durch die kompakte Ausführung der Sensoren inspiziere das Prüfsystem auch an schwer zugänglichen Bereichen und erkenne Fehler ab einer Größe von 0,1 mm.

Nahtsuche mit Auflösung unter einem Mikrometer

Die weiterentwickelte Technik macht Viro WSI bis zu viermal leistungsstärker als den Vorgänger und erlaubt dabei kürzere Taktzeiten und noch schnellere Aufnahmegeschwindigkeiten, betont Vitronic. Mit einer Auflösung von unter 1 µm in der Tiefe spüre das System selbst kleinste Fehler auf. Das Prüfsystem kann so auch die Anforderungen beim Laserschweißen mühelos einhalten, verspricht Vitronic. Je nach Linienkonfiguration könne man mit der Anlage auch Teile aus mehreren Schweißstationen überprüfen. Ein weiterer großer Vorteil für den Anwender ergibt sich aufgrund des robusten Steckverbindungssystems, das einem einfachem Push-Pull-Konzept folgt, mit dem die Montage der Sensoren ein Kinderspiel ist, so der Hersteller.

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