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EMO 2019 wird digitale Fitnesskur für Zerspaner

| Autor/ Redakteur: Nikolaus Fecht / Peter Königsreuther

Ein erklärtes Ziel des Informationsspektrums der kommenden EMO Mitte September 2019 wird, wie der VDW sagt, die Digitalisierung und Vernetzung sein, durch die auch die Werkzeughersteller profitieren können.

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Auch intelligente Werzeugsysteme, wie sie von LMT angeboten werden, sind heute viel gesuchte Lösungsgaranten für anspruchsvolle Zerspanungsaufagaben in Zeiten der Digitalisierung, heißt es. Die EMO 2019 präsentiert im Herbste diese und andere Ideen zum smarten Themenkomplex.
Auch intelligente Werzeugsysteme, wie sie von LMT angeboten werden, sind heute viel gesuchte Lösungsgaranten für anspruchsvolle Zerspanungsaufagaben in Zeiten der Digitalisierung, heißt es. Die EMO 2019 präsentiert im Herbste diese und andere Ideen zum smarten Themenkomplex.
(Bild: LMT)

Neue Vokabeln machen die Runde in der Welt der Zerspaner: Ganz selbstverständlich sprechen Werkzeughersteller und ihre Anwender über digitale Zwillinge, Cloud und die clevere Auswertung von Big Data. Das alles geschieht unter dem Dach des „Industrial Internet of Things IIoT“ – einem der Leitthemen der EMO Hannover 2019.

Auch das Werkzeug muss smart und pfiffig sein

Die Digitalisierung der Metallbearbeitung steht und fällt laut Prof. Frank Barthelmä, dem Geschäftsführer der GFE Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V., mit dem intelligenten Werkzeug. "Auch eine sich selbst optimierende Werkzeugmaschine funktioniert nur über die Kommunikation nach außen und nach innen", erklärt der Veranstalter der Schmalkalder Werkzeugtagung, die im November 2018 stattfand. „Und daher spielt das Werkzeug nach wie vor eine entscheidende Rolle“, ergänzt Barthelmä. Hersteller von Präzisionswerkzeugen, Spannzeugen und Messtechnik sollten sich deswegen intensiv mit Digitalisierung und Vernetzung befassen – von der Datenerzeugung zum Beispiel in einem rotierenden Werkzeug bis hin zu cloudbasierten Lösungen.

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Vernetzt, zu neuen Dienstleistungen im Werkzeugumfeld

Barthelmä führt weiter aus: „Denken wir auch daran, dass die Vernetzung neuartige, integrierte Dienstleistungen offeriert.“ Der Experte aus Thüringen geht im Hinblick auf die nächsten fünf bis zehn Jahre von einer noch engmaschigeren Vernetzung zwischen Kunden und Lieferanten aus. Der Anwender der Produkte werde künftig sogar wesentlich früher in die gesamte Datentransferkette mit einbezogen als bisher, prognostiziert Barthelmä. Eine wichtige Rolle werden seiner Ansicht nach prozessvorbereitende oder -begleitende Dienstleistungen spielen, wie die vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance). Und zwar als dann integriertes Element in der Produktion.

Die Appelle zur Digitalisierung wurden gehört und verstanden

Die Botschaft ist in der Branche angekommen und wird bereits bei vielen Herstellern in die Tat umgesetzt. Ein Beispiel von vielen ist die c-Com GmbH, ein Start-up der Mapal Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG aus Aalen. Der IT-Newcomer bietet auf einer offenen Cloud-Plattform „Software as a Service“ (SaaS) unter anderem zur Verwaltung von Werkzeugen an. „Sehr viel Zeit ist nötig, um Werkzeuge zu disponieren, wiederaufzubereiten und zu optimieren“, schickt Giari Fiorucci, Geschäftsführer der Mapal-Tochter, dazu voraus. Viele Anwender würden diese Aufgaben, bei denen große Datenmengen entstehen, jedoch noch weitestgehend manuell managen.

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