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„Alle Chiron-Maschinen sind auf höchste Produktivität ausgelegt“, erklärt Eppler. Das Unternehmen stellt zum Beispiel auf der EMO 2011 mehrspindlige Maschinen vor, die das gleichzeitige Bearbeiten mehrerer Werkstücke erlauben.
Doppelspindlige Werkzeugmaschinen bieten 40% mehr Energieeffizienz
„Die Energieeinsparung einer doppelspindligen Werkzeugmaschine im Gegensatz zu einer einspindligen Maschine liegt – bezogen auf ein produziertes Werkstück – bei etwa 40%“, rechnet Eppler vor. „Bei vierspindligen Maschinen verbessert sich dieses Verhältnis weiter.“
Auch an Groß- und Sondermaschinenhersteller wie die Dörries Scharmann Technologie GmbH (DST) in Mönchengladbach werden vor allem von Großserienfertigern, beispielsweise aus dem Automobilbereich, verstärkt Anforderungen hinsichtlich einer energieeffizienten Gestaltung der Maschinen herangetragen, beobachtet der technische Leiter Dr. Ing. Marcus Queins. Als Treiber für diese Entwicklung sieht er die Gesetzeslage sowie Programme zur Senkung der Energiekosten in Großkonzernen. Bei kleinen und mittelständischen Anwendern sei das Thema Energieeffizienz allerdings heute noch weniger stark gefragt.
Energiesparkomponenten für Werkzeugmaschinen als Standard
Bei DST steht laut Queins die „höchstmögliche Produktivität und Genauigkeit bei der Fertigung komplexer und teils großer Werkstücke“ im Vordergrund der Entwicklung. Um die Betriebskosten zu senken, setzen die Mönchengladbacher standardmäßig Energiesparkomponenten wie energieeffiziente Motoren und frequenzgeregelte Pumpenantriebe ein.
„Dies ist aber keine wesentliche Herausforderung bei der Maschinenentwicklung“, sagt der Fachmann. „Es geht vielmehr darum, für eine höchstmögliche Produktivität die notwendige Spitzenleistung (Hauptspindel, Vorschubantriebe) zur Verfügung zu stellen und dennoch die Anschlussleistung einer Großwerkzeugmaschine durch Gleichzeitigkeitsbetrachtungen zu optimieren.“
Energieeffizienz muss ganzheitlich betrachtet werden
Für diese Vorgehensweise spricht, dass sie sich auch positiv auf den Kaufpreis auswirkt. DST wird den Schwerpunkt seiner Präsentationen auf der EMO 2011 auf die Themen Produktivität und Genauigkeit sowie auf die kundenspezifische Anpassung von Maschinen an anspruchsvolle Anwendungen legen. „Wir werden aber auch zeigen, dass dies mit energieeffizienter Technik geschieht“, sagt der technische Leiter.
Das Thema Effizienz sollte in diesem Zusammenhang aber ganzheitlich betrachtet werden – also der Energiebedarf für die Herstellung eines Werkstückes. Eine schlichte Bewertung der Anschlussleistung oder des Energiebedarfes bei der Hochleistungszerspanung sei dagegen oft irreführend. Queins: „Nicht selten ist die Ausbringung einer hochproduktiven Maschine von DST mehr als doppelt so hoch wie jene von konventionellen Anlagen.“
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