Laserbearbeitung/Stanzen

Energieeffiziente Blechbearbeitung durch optimierte Fertigungstechnik

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Daraus ergeben sich äußerst attraktive Einsparpotenziale beim Energieverbrauch und bei den Teilekosten insgesamt, deren Vorteile die der direkten Energieeinsparung oftmals deutlich übertreffen. Denn Energie- und Gasverbrauch machen – für viele überraschend –nur etwa 3% der Teilekosten aus, wenn man von einer 2D-Lasermaschine im Zweischichtbetrieb mit durchschnittlichen Werten bei Produktivität, Auslastung und Materialmix ausgeht. Bei einer Mittelklasse-Stanzmaschine liegt der Anteil der elektrischen Energie gerade einmal bei 1% der Teilekosten (Bild 2).

Lasermaschinen das größte Optimierungspotenzial bei der Energieeinsparung

Was die direkte Energieeinsparung angeht, haben Lasermaschinen das größte Optimierungspotenzial, etwa beim Düsendurchmesser oder beim Turboradialgebläse. Eine feste Einbindung des Strahlgenerators in den Maschinenkörper bringt bestmögliche Stabilitäten, die es erlauben, mit sehr kleinen Düsendurchmessern ab 0,8 mm zu arbeiten.

Der Verbrauch von Schneidgas reduziert sich dadurch enorm: Weniger als die Hälfte des Stickstoffs strömt beispielsweise beim Hochdruckschneiden mit 15 bar durch eine Düse mit 1,4 mm Durchmesser im Vergleich zu einer 2-mm-Düse.

Wenn es um Energieeinsparungen direkt beim Laser geht, ist das Turboradialgebläse ein guter Ansatzpunkt. In modernen Anlagen fährt es automatisch in einen Stand-by-Modus, wenn der Laser nicht schneidet. Das kann die Leistungsaufnahme des Lasers um bis zu 40% reduzieren. In der Regel ist er dennoch innerhalb weniger Sekunden wieder betriebsbereit.

Entscheidet die Strahlquelle über die Effizienz einer Laserschneidanlage?

Beim Laserschneiden stellt sich zudem die Frage, welche Rolle der Laser selbst spielt. Ist die Art der Strahlquelle entscheidend für die Effizienz einer Laserschneidanlage? Sicher ist sie das. Doch welche Strahlquelle die richtige ist, hängt davon ab, welche Anwendungen im Kundenfokus stehen.

Zwar ist der Wirkungsgrad des stetig verbesserten CO₂-Lasers geringer als der des Festkörperlasers. Doch mit durchgehend sehr guter Schnittqualität in allen Blechdicken und mit höchster Prozesssicherheit macht er dies häufig wett.

Wer allerdings in erster Linie Dünnblech schneidet, setzt inzwischen auf Anlagen mit fasergeführtem Festkörperlaser als Strahlquelle. Wie auf die Trulaser 5030 fiber von Trumpf: Sie ist eine energieeffiziente Maschine für den Dünnblechbereich, das heißt bis etwa 5 mm Blechdicke.

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