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Energieeffizienz beim Verpackungsdruck maximiert

| Autor: Stéphane Itasse

Weil die Verpackungsdruckmaschinen zwar zu den umwelt­freund­lichsten ihrer Klasse gehörten, die Trockner aber immer noch viel Energie verbrauchten, investierte ein Verpackungs­drucker in eine weitere Optimierung. Was dank Wärmerückgewinnung und erneuer­barer Energien auch gelang.

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70 bis 100 kW/h spart Hepack ein, indem die Trockner an den Verpackungsdruckmaschinen mit Heißluft aus einem BHKW vorgeheizt werden und die Abwärme besser genutzt wird.
70 bis 100 kW/h spart Hepack ein, indem die Trockner an den Verpackungsdruckmaschinen mit Heißluft aus einem BHKW vorgeheizt werden und die Abwärme besser genutzt wird.
(Bild: LK Metallwaren)

Energieeinsparung steht bei dem spezialisierten Druck- und Verpackungsunternehmen Hepack GmbH schon immer an erster Stelle, wie die LK Metallwaren GmbH berichtet. Das Unternehmen wurde 1981 in Neuenstein von Lisa Heim gegründet. Seit dem Einstieg ihres Sohnes Peter Heim ist das Unternehmen stark gewachsen. Bei einer Erweiterung im Frühjahr 2014 hat Hepack zwei Druckmaschinen Speedmaster XL 145 von Heidelberger Druckmaschinen für die neue Produktionshalle geordert.

Lacktrocknung beim Verpackungsdruck muss gründlich sein

Beide Maschinen sind laut Mitteilung für die Produktion von Verpackungen (Faltschachteln) in hohen Auflagen konzipiert. Damit die über das Lackierwerk aufgetragenen, wasserbasierenden Dispersionslacke die Schutz- oder Glanz-Anforderungen erfüllen könnten, müsse der Wasseranteil im Lack mittels Infrarotstrahlung und Heißluft vollständig verdunstet und die feuchte Luft aus dem Trocknerbereich abgeführt werden. Nur so könne eine stabile Produktionsqualität gewährleistet werden.

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Blockheizkraftwerk heizt Zuluft für die Lacktrocknung vor

Die hohe Energieeffizienz der Trocknertechnik an diesen Druckmaschinen machen sie zum Benchmark im großformatigen Verpackungsdruck, wie es heißt. Heim wollte aber noch den Energiebedarf der Trockner durch eine Kombination aus Wärmerückgewinnung und regenerativer Energieerzeugung senken. Ein Bestandteil dieses Konzepts sollten dabei die großen Mengen als Altholz bilden, die kontinuierlich in Form von Einwegpaletten anfielen. Die frische Zuluft für die Trockner sowie deren heiße Abluft würden nun durch einen Gegenstrom-Wärmetauscher geführt. Die Abluft erwärme so die Zuluft, ohne dass ein Feuchtigkeitsübertrag erfolge. In einem zweiten Schritt sei die frische Zuluft zusätzlich durch Heizregister geführt und dort mithilfe einer Hackschnitzelheizung und eines zuschaltbaren BHKW (Blockheizkraftwerk) auf circa 70 °C vorgeheizt worden. Die Trockner der Druckmaschinen müssten somit nur noch rund 15 °C zuheizen, um die Temperatur von 85°C zu erreichen. Die Speedmaster XL 145 würden jeweils viel Luft bewegen: Die Zuluftleistung liege bei rund 8200 m3/h, die Abluftleistung bei 15.600 m3/h.

Die Umsetzung habe Hepack mit dem Schwabacher Unternehmen LK Metallwaren realisiert. Der Hersteller von prozesstechnischen Kompaktanlagen hatte nach eigenen Angaben bereits einige Jahre zuvor dort einen dezentralen Warmlufterzeuger errichtet.

Luftleistungen für Lacktrocknung stufenlos angepasst

Für die zwei neuen Speedmaster-Druckmaschinen sei je eine prozesstechnische Anlage installiert worden. Die Luftleistungen, sowohl im Zu- als auch im Abluftstrom, würden bei beiden Anlagen stufenlos mittels Frequenzumrichtern dem Bedarf angepasst. Damit die konstante Zulufttemperatur von 70 °C eingehalten werden könne, sei in beiden Anlagen ein bedarfsgeregeltes PWW-Register verbaut. Nach rund einem halben Jahr Betriebsdauer könne Hepack eine Zwischenbilanz ziehen: Der Energiebedarf konnte an beiden Druckmaschinen um rund 30 % im Vergleich zu den üblichen Werten reduziert werden, wie es heißt. Dies entspreche circa 70 bis 100 kW/h. MM

* Weitere Informationen: Harald Wimmer, Vertriebs- und Marketingleiter Abteilung Hallenheiztechnik, LK Metallwaren GmbH, 91126 Schwabach, Tel. (0 91 22) 6 99-15 3, wimmer@LK-Metall.de

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