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Bei der Niederspannungsversorgung sitzen die größten Verbraucher in den Steuerteilen der Antriebsregler und in der Ventilsteuerung der Hydraulik. Hinzu kommt ein Druckluftbedarf von insgesamt 5,6 nm3/h für die sperrluftbeaufschlagten Glasmaßstäbe, den Rundtisch und die Hauptspindel sowie ein über Kaltwasser gedeckter Kühlleistungsbedarf von 478 W. Die Sperrluft schlägt bei angenommenen 4 Cent pro Normkubikmeter mit 1344 Euro pro Jahr zu Buche, der Kaltwasserbedarf mit 287 Euro.
Grundlast der Werkzeugmaschine verursacht 2040 Euro Stromkosten pro Jahr
Alleine durch den Anteil elektrischer Energie an der Grundlast entstehen pro Jahr Kosten von etwa 2040 Euro (im Drei-schicht-Betrieb, 6000 h, 10 Cent pro Kilowattstunde). Zur Senkung dieser Grundlast können bei einer angenommenen Amortisationszeit von zwei Jahren für jedes eingesparte Kilowatt 1200 Euro in Energieeffizienzmaßnahmen investiert werden.
Ein möglicher Ansatz liegt beispielsweise im Einsatz eines EFF1-Motors im Kühlkreislauf. Die Mehrkosten von rund 60 Euro amortisieren sich bereits nach etwa 6600 Betriebsstunden. Dies entspricht bei einem typischen Dreischichtbetrieb einer Amortisationszeit von gut 13 Monaten. Danach spart der Motor dem Betreiber über 50 Euro pro Jahr an Stromkosten.
Aber der Einsatz energieeffizienter Komponenten führt nicht alleine zur energieeffizienten Werkzeugmaschine. Auch das konsequente Abschalten gerade nicht benötigter Komponenten und Funktionsmodule in Stillstandszeiten, wie der Antriebsregler, Hydraulikaggregate und anderer, birgt enormes Einsparpotenzial, werden doch selbst in der Serienfertigung Nutzungsgrade von nicht mehr als 70% erreicht.
Energieeffizienz wird künftig bei Werkzeugmaschinen-Investitionen berücksichtigt
Auch wenn aufgrund der Komplexität mit einem echten Energielabel (wie für Kühlschränke) für Werkzeugmaschinen nicht zu rechnen ist, so wird doch der Energieverbrauch zukünftig immer mehr bei der Investition in Werkzeugmaschinen Berücksichtigung finden. Hersteller von Funktionsmodulen und von Maschinen bieten auch bereits energieeffiziente Lösungen an.
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