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ISO 50.001

Energiesparen in die Tat umsetzen

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„Die Lieferanten sind da eher ein Phänomen“, entgegnet Volodarski. Sie zeigten zunächst Unverständnis für das Anliegen. Dann folge ein Nachfragen nach dem „Warum“. Dann eine kurze Abwehrhaltung und dann deftige Preise für die Extras. „Wenn ich heute eine Lüftung in einem Gebäude saniere und die beste Ventilatorenklasse verbauen lasse – welche wesentlich teurer ist als die übliche –, darf ich den ROI nicht auf drei Jahre rechnen. Die Lüftung betreibe ich schließlich mindestens 15 bis 20 Jahre. Wir wenden dabei die Methode der internen Verzinsung an“, erläutert der Teamleiter von Hawe. Und es gebe auch positive Überraschungen bei den Lieferanten.

Auf der anderen Seite konnte der Hydraulikanbieter im Vertrieb vom Energiemanagement profitieren: „Hawe-Produkte sind von Haus aus energiesparend und effizient. Daher war die Einführung des Energiemanagements in der Produktion eine positive Ergänzung für den Vertrieb unserer Produkte. Manche Kunden, zum Beispiel aus dem Bereich regenerative Energien, setzen ein vorhandenes Energiemanagement bei ihren Lieferanten voraus und führen Audits durch“, berichtet Volodarski.

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Auch für Arburg ist das Energiesparen ein wichtiges Thema im Vertrieb. „Ein sehr wichtiger und entscheidender Aspekt bei der ISO-50.001-Zertifizierung ist, dass sich diese nicht nur auf das betreffende Unternehmen bezieht, sondern auch auf dessen Umfeld, wie beispielweise Lieferanten, Zulieferer und Partner. Die Energieeffizienz unserer Spritzgießmaschinen war beispielsweise bereits in dem Bereich Entwicklung ein Thema. Hier wollten wir im Rahmen der ISO-50.001-Zertifizierung sehen, wie und mit welchen energetischen Zielvorgaben Entwicklungsprojekte geplant werden“, berichtet Hehl. Da der Energiebedarf der Spritzgießmaschinen ein wichtiger Aspekt sei, baue Arburg sein Maschinenprogramm in diese Richtung aus.

Energiemanagement kann in der Kunststoffbranche viel bewirken

Das ebnet auch Kunststoffverarbeitern den Weg zum Energiesparen. So hat sich beispielsweise die Ensinger GmbH im Dezember 2012 nach ISO 50.001 zertifizieren lassen. Die Energiemanagement-Beauftragte Karolin Bradtke schaut auch auf den Maschinenpark: „Das große Potenzial für Energieeinsparungen sehen wir bei Extrudern, Trocknern, Temperiergeräten, Temperstrecken, Temperöfen, Spritzgießmaschinen, Materialbeförderung, Bearbeitungszentren und Gießanlagen mit ihrer Peripherie sowie in der allgemeinen Gebäudetechnik.“ Davon ließen sich die Einsparungen bei Extrudern, lokalen Wärmeisolierungen und der Druckluft innerhalb der allgemeinen Gebäudetechnik schnell und unkompliziert realisieren. Vergleichbare Erfahrungen hat Sembach gemacht:

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