Leichtbau Erfolgreicher Abschluss des Verbundprojektes Spri-Form für Struktur-Leichtbauteile

Redakteur: Kirsten Nähle

Über 100 Teilnehmer kamen zur Abschlussveranstaltung des Projektes Spri-Form, die bei Krauss-Maffei in München stattfand. Der Spritzgießmaschinenhersteller hat mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft einen Produktionsablauf entwickelt, der die Vorteile des Thermoplast-Spritzgießens mit denen des Thermoformens endlosfaserverstärkter Halbzeuge für Anwendungen in Struktur-Leichtbauteilen kombiniert.

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Zahlreiche Kunststoffexperten besuchten die Abschlusspräsentation des Spri-Form-Projektes. (Bild: Krauss-Maffei)
Zahlreiche Kunststoffexperten besuchten die Abschlusspräsentation des Spri-Form-Projektes. (Bild: Krauss-Maffei)

Die Faserverbundtechnik nimmt eine Schlüsselrolle im Automobil-Leichtbau ein und der Anteil von Kunststoff als Automobilwerkstoff wird weiter steigen. Dabei sind hinsichtlich des Leichtbaupotenzials je Bauteil Kosten und Stückzahl zu bewerten, um aus der Vielzahl an Werkstoffen und Fertigungverfahren das am besten geeignete auszuwählen.

Thermoplast-Spritzgießen und Thermoformen für Organobleche kombiniert

‚Strukturbauteile in Leichtbau-Ausführung’ war das für die Elektromobilität Richtung weisende Thema, das die Verbundpartner Audi AG, Bond-Laminates, Institut für Verbundwerkstoffe (IVW), Jacob Plastics Group, Lanxess und Krauss-Maffei in München präsentierten.

Im Rahmenkonzept „Forschung für die Produktion von morgen“, gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), haben die Partnern innerhalb des Projektes Spri-Form einen Produktionsablauf entwickelt, der die Vorteile des Thermoplast-Spritzgießens mit denen des Thermoformens endlosfaserverstärkter Halbzeuge, sogenannten Organoblechen, kombiniert. „Wir freuen uns über die hohe Teilnahmerzahl an der Abschlussveranstaltung“, sagt Nicolas Beyl, Leiter Technologie bei Krauss-Maffei. „Der hohe Zuspruch bestätigt uns, genau das richtige Thema getroffen zu haben.“

Neben der Prozessentwicklung mit der Handhabungstechnik für die Organobleche und der Beschnittoptimierung für geometrisch komplexe Bauteile lag der Schwerpunkt in der Berechnung der Voll-Kunststoff-Hybridbauteile. Verantwortlich für den Bau der Werkzeuge zeichnete sich die Georg Kaufmann Formenbau AG.

Know-how für die ganze Prozesskette von faserverstärkten Verbundwerkstoffen

„Mit unserer umfassenden Erfahrung in vielen Herstellprozessen für faserverstärkte Leichtauteile sind wir ein anerkannter Partner über die gesamte Prozesskette“, so Beyl. „Von der Machbarkeits-Studie bis hin zur Nach- und Folgebearbeitung schätzen Hersteller und Zulieferer unser Know-how und fragen zunehmend übergreifende Leistungen bei uns nach.“ Einzigartig sei das umfangreiche Portfolio an Verfahren zur Herstellung von Composites aus thermoplastischen und duromeren Werkstoffen mit Verstärkungsfasern aus Glas, Kohlenstoff oder Kunststoffen.

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