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Handhabungstechnik

Ergonomische Montage komplexer Pkw-Module im Minutentakt

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Bei den Frontends handelt es sich um Zulieferteile, die in Spezialbehältern an die Montagelinie kommen. In jedem Behälter befinden sich vier Teile. Die Frontendmodule sind so abgelegt, dass sie in der gleichen Sequenz an die Karosserie geführt werden. Zur Sequenzprüfung scannt der Werker das Frontend, bevor er es aufnimmt. Die Aufnahme des Frontends aus dem Behälter erfolgt in der sicheren Zweihandführung des Handhabungsgeräts über drei Aufnahmedorne. Dabei braucht sich der Werker nur auf die richtige Positionierung des mittleren Dorns zu konzentrieren. Der rechte und linke Dorn finden dann die Aufnahmebohrungen von allein.

Zwei Werker führen den Greifer an die definierten Befestigungspunkte

Nach der bündigen Positionierung wird das Frontend per Gegenhalter am Greifer fixiert und das Gerät auf Waagefunktion gestellt. Dabei steuert der Pneumatikzylinder das Gewicht des Frontends. Praktisch schwerelos schwenkt der Bediener das Frontend in den Montagebereich zum Fahrzeug. Zwei Werker, einer auf der linken und einer auf der rechten Seite, führen den Greifer an die definierten Befestigungspunkte der Kotflügel und positionieren das Greifmittel. Anschließend erfolgt eine automatische Zentrierung. Dazu drücken aus Sicherheitsgründen beide Mitarbeiter zugleich den jeweiligen Taster „Positionieren“.

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Nach dem automatischen Zentrieren schiebt das im Greifer installierte Schlittensystem das Frontend bündig auf die Karosserie. Das Frontend wird mit einem separaten Schrauber mit der Karosserie verschraubt. Anschließend schaltet der Bediener das Handhabungsgerät auf Leerlast und löst den Greifer vom montierten Frontend. Der Mitarbeiter führt das Handhabungsgerät zur Aufnahme des nächsten Moduls oder in eine Warteposition. MM

* Peter Springfeld ist freier Fachjournalist in Berlin. Rainer Hildebrand ist technischer Leiter bei der Lissmac Maschinenbau GmbH in 88410 Bad Wurzach

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