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Außerdem müsse man in der Logistik unter Umständen mehr Platz für Austauschbatterien und Ladestationen einräumen. Schließlich bleibt noch das Problem der Batteriesäure in hygienisch sensiblen Branchen, wie Lebensmittel- oder Pharmaindustrie.
Gewichtsverteilung im Stapler musste neu geregelt werden
„Der neue Stapler mit alternativem Antrieb basiert letztendlich auf einem unserer Topseller“, so Schöbel. Gemeint ist der 3-t-Elektro-Gegengewichtstapler Linde E30. Wie es heißt, ermöglichte die erhöhte Kabinenvariante einerseits eine optimierte Sicht über die Last, andererseits zusätzlichen Raum, um die Brennstoffzelle und einen Tank für den zur Versorgung der Zelle benötigten Wasserstoff unterzubringen.
Durch den Wegfall der Batterie entstanden allerdings neue Anforderungen für die Gewichtsverteilung. Linde-Entwickler Henning Meth: „Der 80-V-Bleiakku des Basismodells wiegt etwa 1,8 t, die Brennstoffzelle, die die Stromquelle ersetzt, aber nur etwa 500 kg.“
Brennstoffzelle allein gibt dem Stapler nicht genug Gegengewicht
Der Stapler braucht jedoch ausreichend Gegengewicht, damit die Tragfähigkeit und Standsicherheit des Brennstoffzellen-Staplers gewährleistet ist. „Wir mussten in unseren Plänen deshalb ein Zusatzgewicht berücksichtigen“, so Meth.
Eine weitere Besonderheit des Brennstoffzellen-Staplers sind die „Supercaps“: große Kondensatoren, die als Zwischenspeicher fungieren und Leistungsspitzen abdecken, wie sie beispielsweise beim Befahren von Steigungen oder beim Heben auftreten.
Stapler mit dreifachen Anschaffungskosten gegenüber Basismodell
Innovativ, sicher und umweltfreundlich ist der neue Brennstoffzellen-Gabelstapler Linde E30 FC in jedem Fall, wie es heißt. Mit welchen Kosten aber muss ein Interessent rechnen? Der Anschaffungspreis liegt laut Produktmanager Hannes Schöbel etwa beim Dreifachen des Basismodells mit Bleiakku. „Im Gegenzug bekommen die Kunden ein alltagstaugliches Stück Zukunft mit den kombinierten Vorteilen von Verbrennungs- und Elektromotor“, so der Produktmanager.
In den zwei Monaten seit der Inbetriebnahme haben die beiden neuen Stapler bei Linde Gas bereits 250 Betriebsstunden reibungslos absolviert. Projekte dieser Art seien sowohl für Linde MH als auch für Linde Gas wichtig, um die eigene Position als Innovationsführer zu festigen und weiter auszubauen. „Denn um Ideen für die Zukunft zu realisieren, benötigt man nun einmal Pioniergeist“, erklärt Schöbel.
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