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Composites Erstes Leichtbau-Bremspedal für Elektroboliden entwickelt

| Redakteur: Peter Königsreuther

Lanxess und Bobe Elastmetalln präsentieren ein robustes, großserientaugliches Bremspedal im Mulit-Materialmix für einen batteriebetriebenen Sportwagen, das nur 50 % der Stahlausführung auf die Waage bringe.

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Vollkunststoff-Bremspedal für einen batterieelektrischen Sportwagen mit einem Einleger aus dem endlosfaserverstärkten, thermoplastischen Verbundwerkstoff Tepex dynalite von LANXESS.
Vollkunststoff-Bremspedal für einen batterieelektrischen Sportwagen mit einem Einleger aus dem endlosfaserverstärkten, thermoplastischen Verbundwerkstoff Tepex dynalite von LANXESS.
(Bild: Lanxess )

Bei batterieelektrisch angetriebenen Sportwagen zähle jedes Gramm Gewicht. Deshalb kommt im ersten Serienfahrzeug diese Premium-Kfz-Segments ein Vollkunststoff-Bremspedal zum Einsatz, sagt Lanxess. Das Sicherheitsbauteil wurde von der Boge Elastmetall GmbH, einem global agierenden Anbieter für Schwingungstechnik und Kunststofflösungen in der Automobilindustrie, zusammen mit dem Lanxess-Geschäftsbereich High Performance Materials (HPM) aus der Taufe gehoben, heißt es weiter. Seine hohe mechanische Belastbarkeit trotz des geringen Gewichts basiere seiner thermoplastischen Compositekonstruktion. Für den Aufbau werden ein Einleger aus dem endlosfaserverstärkten, thermoplastischen Verbundwerkstoff Tepex dynalite von Lanxess und mehrere Tapes verwendet, heißt es weiter.

Durchgehend automatisierte Herstellung

„Der Verbundaufbau senkt das Gewicht des Bremspedals halbiert das Gewicht des neuen Pedals im Vergleich zu einer vergleichbaren Stahlkonstruktion“, erklärt Dr. Klaus Vonberg, Leichtbauexperte in der Tepex Automotive Group von HPM. Die hohen Lastanforderungen an das Strukturbauteil würden durch den maßgeschneiderten Faserlagenaufbau des Tepex-Einlegers sowie durch eine zusätzliche lokale Tape-Verstärkung erfüllt. Weil der Herstellprozess durchgehend automatisiert ist, ist er sehr effizient und sogar großserientauglich, sagt Lanxess, obwohl es sich dabei um ein geometrisch komplexes Sicherheitsbauteil handelt.

Unterschiedlich orientierte Fasern gezielt kombiniert

Die Tepex-dynalite-Materialien haben laut Lanxess eine thermoplastische Matrix, die üblicherweise mit Lagen aus endlosem Glasfasergewebe verstärkt ist. Bezüglich des Bremspedals für den E-Sportwagen wurde ein Verbundaufbau mit Polyamid-6-Matrix gewählt, der im Inneren unidirektional ausgerichtete Faserlagen und in den beiden Deckschichten Gewebelagen mit 45°-Faserausrichtung aufweist. Die inneren Lagen sorgten für eine exzellente Zug- und Biegebelastbarkeit des Bauteils.

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