Serviceroboter

Es gibt zunehmend Ideen für automatisierte Dienstleistungen

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Schunk bündelt seine Servicerobotik-Aktivitäten im Geschäftsbereich Mobile Greifsysteme. Was gehört alles in diesen Bereich?

Tschakarow: Vor Jahren schon hat Schunk erkannt, dass modular aufgebaute Lösungen in Handhabung und Montage erhebliche Vorteile bieten. Immer häufiger geht es dabei um den ortsveränderlichen oder sogar komplett mobilen Einsatz. Den Begriff Greifsysteme beziehen wir dabei nicht allein auf die Greifkinematik, sondern umfassend auf das Greifen, Drehen und lineare Bewegen von Teilen im Raum. Der Geschäftsbereich Mobile Greifsysteme umfasst vielseitig einsetzbare mechatronische Greifer ebenso wie modular aufgebaute Leichtbauarme. Charakteristisch ist, dass die Module über gleichartige mechanische und elektrische Schnittstellen verfügen und in unterschiedlicher Anordnung so miteinander verbunden werden können, dass sich eine Vielzahl individueller Arbeitsräume, Geometrien und Kinematiken realisieren lässt. Mit konsequentem Leichtbau, einer batterietauglichen Spannungsversorgung und ihrer integrierten Steuerungs- und Antriebselektronik sind die Module und Baugruppen für mobile Einsätze geeignet. Aufgrund des offenen Konzepts lassen sie sich von Anlagenbauern ebenso nutzen wie von Systemintegratoren oder Roboterherstellern, die ihr bestehendes Portfolio in der Industrierobotik um Leichtbaulösungen für die Servicerobotik erweitern wollen.

An welchen Produkten und Projekten arbeiten Sie aktuell im Segment Mobile Greifsysteme?

Tschakarow: Ein Entwicklungsschwerpunkt liegt in der Bedienung und Steuerung. Die Leichtbauarme von Schunk sollen sich künftig über die industriellen Betriebsarten hinaus noch sehr viel einfacher und intuitiver bedienen lassen, als es bisher der Fall ist. Unser langfristiges Ziel ist es, dass Dienstleister im privaten und gewerblichen Umfeld in ihrer täglichen Arbeit auf die Unterstützung durch unsere Module und Baugruppen zurückgreifen, auch wenn sie keine Erfahrung mit der Programmierung mechatronischer Systeme haben. Auch auf dem Gebiet mobiler Plattformen für Greifsysteme gibt es derzeit Entwicklungsprojekte.

Wie sehen die Ziele für das laufende Jahr aus?

Tschakarow: Unsere mobilen Greifsysteme gestatten uns den Eintritt in neuartige Anwendungen. Für 2013 hat Schunk daher erneut ehrgeizige Ziele. Trotz der unsicheren konjunkturellen Lage erwarten wir weiterhin eine Steigerung im zweistelligen Prozentbereich.

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