Konstruktionswettbewerb

Esslingen, München und Zürich gewinnen Formula Student

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SKF: Hochschulschrauber am Hockenheimring

Als einer der Hauptsponsoren der Formula Student Germany unterstützt SKF insgesamt elf Rennställe. Das ist beinahe wie in der Formel 1, in der es ebenfalls kaum einen Rennstall gibt, der nicht mit den Racing-Lösungen des Unternehmens ausgestattet ist. Rund 150 Komponenten von SKF können in einem solchen Rennwagen stecken.

Wie man diese Lösungen ins Fahrzeug bekommt, hatte die deutsche SKF GmbH ihren Formula-Student-Germany-(FSG-)Teams bereits im März während eines Vorbereitungslehrgangs vermittelt. Nach der Konstruktion der Boliden standen kurz vor dem Wettbewerb die technischen Abnahmen, wie Prüfungen der Rahmenstruktur, der elektrischer Sicherheit oder auch Geräuschentwicklung, an. „Nur wer die entsprechenden Prüfplaketten erhält, darf überhaupt auf die Rennstrecke“, betont Christian Förster, Leiter der Talent Academy von SKF. Erst danach können die Eigenbauten unter anderem Eigenschaften wie Fahrdynamik, Handling, Beschleunigung, Ausdauer und Kraftstoff- beziehungsweise Energieverbrauch unter Beweis stellen – in den dynamischen Disziplinen Acceleration, Skidpad, Autocross und Endurance.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit beschleunigt Entwicklungszeit

„Wir unterstützen die FSG unter anderem deshalb, weil wir permanent nach optimierten Lösungen für die verschiedensten Anwendungsbereiche suchen“, so Förster. „Dafür ist künftig – neben Erfahrung und Wissen – vor allem Flexibilität und Kreativität notwendig, weil der Markt nach immer kürzeren Entwicklungszeiten verlangt. Und die erreicht man nur durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten. Genau das legen die Mitglieder der FSG-Rennställe schon heute an den Tag: Insbesondere Jungingenieure und Informationstechniker, die gemeinsam weiterdenken, können den Fortschritt tatkräftig mitgestalten.“

In diesem Jahr unterstützte SKF die Teams Elefant Racing Bayreuth, FaSTTUBe Berlin, CAT-Racing Coburg, Fast Forest Deggendorf, Elbflorace Dresden, Rennstall Esslingen, e-gnition Hamburg, Hawks Racing Hamburg, HHN Racing Heilbronn, Team Starcraft Ilmenau und Technikum Mittweida Motorsport.

Drei „SKF Teams“ holen vier Titel

Schon bevor es auf die Piste ging, heimste der Rennstall aus Esslingen beim „Engineering Design“ von Verbrenner-Fahrzeugen die Trophäe für die beste Konstruktion ein. Das ist umso bemerkenswerter, als das Team beim letzten Hockenheim-Event noch mit einem etwas zu laut röhrenden Auto angetreten war und deshalb die technische Abnahme nicht bestand.

Auch bei den dynamischen Disziplinen ging es diesmal für die Esslinger bergauf: von Platz 33 bei der Beschleunigung über Nummer 8 in Sachen „Effizienz“ und Rang 6 beim Achterfahren sowie Autocross bis hin zur Spitzenposition im abschließenden Ausdauer-Rennen. Dadurch sammelte der Rennstall so viele Punkte ein, dass er in der Endabrechnung ganz oben auf dem Treppchen stand: Mit insgesamt 881,55 Zählern gewann Esslingen die 60 Fahrzeuge starke Verbrenner-Konkurrenz. „Vor dem Rennstall ziehe ich meinen Hut“, meint Christian Förster, Leiter der Talent Academy bei SKF in Schweinfurt, „denn wer sich vom letztjährigen Platz 32 an die absolute Spitze zurückkämpft, hat Respekt mehr als verdient!“

Die Verbrenner mit der stärksten Beschleunigung: CAT-Racing Coburg
Die Verbrenner mit der stärksten Beschleunigung: CAT-Racing Coburg
(Bild: SKF)

Die ebenfalls mit einem Verbrenner angetretenen Katzen aus Coburg machten unterdessen durch ihre Sprinter-Qualitäten auf sich aufmerksam: Mit lediglich 3,98 s über die 75-Meter-Strecke ließen sie das gesamte Feld hinter sich. Damit wiederholte der „C-19 Bengal“ den Vorjahreserfolg des „C-18 Ozelot“ und sicherte dem Team erneut den Pokal für die stärkste Beschleunigung. Leider ging der jüngsten Coburger Raubkatze über längere Strecken allerdings die Puste aus, sodass sich das Team im Endeffekt mit Platz 25 begnügen musste.

Ähnlich erging es dem von SKF unterstützen Elbflorace Dresden in der Konkurrenz der elektrisch angetriebenen Autos: Die Sachsen überzeugten durch Platz 7 beim Achterfahren, Rang 6 beim Autocross und Platz 3 bei der Beschleunigung. Mit dem Hockenheimer Endurance war der Stromer indes überfordert – ganz im Gegensatz zu den Geschäftsleuten im Dresdener Team: Deren Business-Plan war der beste der gesamten Elektro-Konkurrenz, sodass sich Elbflorace am Ende nicht nur über Platz 11 (von 39 Teilnehmern), sondern auch über eine Trophäe für seine betriebswirtschaftliche Meisterleistung freuen konnte.

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