Konstruktionswettbewerb

Esslingen, München und Zürich gewinnen Formula Student

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Cadfem: Das Team „Hawks Racing“ setzt erstmals Ansys Discovery ein

Die Cadfem GmbH unterstützt seit Jahren unter anderem das Hamburger Formula-Student-Team „Hawks Racing“ bei der Entwicklung des Boliden. In diesem Jahr kam erstmals die neue Simulationssoftware Ansys Discovery Live zum Einsatz.

Bei der Entwicklung von H15 „Vera“ spielte die numerische Simulation eine tragende Rolle.
Bei der Entwicklung von H15 „Vera“ spielte die numerische Simulation eine tragende Rolle.
(Bild: Sputnik GmbH / Maik Porsch)

Für die neue Saison der Formula Student, dem größten internationalen Konstruktionswettbewerb für Studierende, ging Hawks mit seinem Rennauto H15 „Vera“ an den Start. Für die Entwicklung des Wagens nutzten die Studierenden erstmals die neuartige Simulationstechnologie von Ansys Discovery Live, die Cadfem als Vertriebspartner von Ansys bereitstellte. Bei der Entwicklung von „Vera“, das einen Wert von circa 300.000 Euro ohne die Entwicklungskosten hat, spielte die numerische Simulation eine tragende Rolle. „Seit der vergangenen Saison haben wir einen enormen Entwicklungsschritt gemacht und fahren jetzt ein ganz neues Konzept. Wir sind damals von einem Vierzylinder- auf einen Zweizylindermotor umgestiegen und haben dafür zum zweiten Mal ein eigenes Gehäuse entwickelt. Das alles war mithilfe der Simulation möglich“, erklärt der Technische Leiter von Hawks, Sebastian Kern.

Mit Discovery Live Entwicklungszeiten verkürzen

Discovery Live nutzt das Prinzip der numerischen Simulation auf neuartige Weise: Ändert das Team beispielsweise ein Designelement am Auto, liefert die Software innerhalb weniger Sekunden aussagekräftige Informationen über die physikalischen Auswirkungen. 3D-Computermodelle stellen anschaulich dar, wo ein Bauteil zu heiß werden kann oder wann Bruchgefahr besteht. Das Programm ermöglichte es Hawks, Entscheidungen schneller zu treffen, Potenziale zu erkennen und Fehler in der Konzeption im Vorhinein auszuschließen. So vermeiden die Studierenden lange Entwicklungszeiten und hohe Kosten für Prototypen, das nutzt nicht nur den Studenten aus der Konstruktion und dem Maschinenbau, sondern auch aus dem Marketing für die Sponsorenakquise. „Discovery Live lässt sich schnell und unkompliziert ohne das Know-how eines Simulationsexperten einsetzen“, sagt Christoph Müller, Geschäftsführer von Cadfem. Bei den Teams an der Spitze sei die numerische Simulation mittlerweile unverzichtbar, so Kern. „Sie ist ein tragendes Element, genauso wie in der Formel 1.“ Auch das aerodynamische Design der Autos lässt sich mit Strömungssimulationen optimieren. Entsprechend der Simulationsergebnisse wird dann der Rennwagen gebaut.

Hawks entwickelt bereits seit 2003 Rennfahrzeuge für die Formula Student.
Hawks entwickelt bereits seit 2003 Rennfahrzeuge für die Formula Student.
(Bild: Sputnik GmbH / Maik Porsch)

Hawks entwickelt bereits seit 2003 Rennfahrzeuge für die Formula Student und plant, mit dem neuen Rennwagen an frühere Erfolge anzuknüpfen. Die motivierte 52-köpfige Gruppe verfolgte das Ziel, in allen Bewertungsdisziplinen unter die zehn besten Teams zu kommen. „Innerhalb der vergangenen Wochen sind wir zu einem starken Team zusammengewachsen und arbeiten motiviert daran, dieses Ziel zu erreichen“, verkündete der Leiter Controlling Yannic Schiewe.

(ID:46078197)