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Große Akzeptanz in der Fertigung und in der Arbeitsvorbereitung
Auf diese Weise führten die hohe Genauigkeit der Planzeiten, die volle Nachvollziehbarkeit und Transparenz zu einer großen Akzeptanz in der Werkstatt. Auf der anderen Seite stellten sich auch Lerneffekte bei der Arbeitsvorbereitung ein. Beispielsweise kann aus einer Besprechung hervorgehen, dass nicht in zwei Aufspannungen, wie bisher angenommen, sondern in vier Aufspannungen die Bearbeitung eines Teiles erfolgt.
Liegen neue Erkenntnisse aus der Fertigung vor, dabei kann es sich um neue Werkzeuge, Maschinen sowie um Veränderungen in den Bearbeitungsprozessen handeln, fließen sie in das System ein und führen so zu einer steten Optimierung. Die dazu erforderlichen Parameteranpassungen sind schnell und einfach durchzuführen. Gilt es, Regelwerke zu ändern oder neue einzubringen, steht auch HSI als sehr flexibler und kompetenter Partner zur Seite.
Weil die Zusammenhänge von der Produktgestaltung bis zur Definition der Fertigungsprozesse transparent vorliegen, kann mit der Einstellung bestimmter Parameterwerte eindeutig auf die Auswirkungen im Fertigungsgeschehen geschlossen werden und umgekehrt. Mit dieser Nachvollziehbarkeit gewinnen auch die Gesprächspartner aus der Werkstatt für sie wichtige Erkenntnisse.
Wie wichtig es ist, zugehörige Schnittparameter neuer Werkzeuge mit höheren Bearbeitungsgeschwindigkeiten in das System einzupflegen, schlägt sich unmittelbar in den zu planenden Fertigungszeiten nieder. Auch unabhängig von Abweichungssituationen gibt es Fälle, die eine Besprechung der Arbeitsvorbereitung mit den zuständigen Mitarbeitern aus der Werkstatt erforderlich machen. Insbesondere bei neuen Teilen wird dann im Vorfeld von der Fertigung mitgeteilt, wie viele Zerspanungsschritte mit welchen Werkzeugen notwendig sind und wie oft dabei das Teil aufgespannt wird.
Als Nebeneffekt hat sich herausgestellt, dass die neue Planzeitermittlung auch im Rahmen der Vergabe von Fertigungsaufträgen an Externe mit gewissen Unschärfen zu mehr Planungssicherheit beiträgt. Denn so ist man größtenteils in der Lage, selbst zu ermitteln, in welcher Größenordnung sich Fertigungszeiten und Kosten voraussichtlich belaufen.
Damit ist auch die Fremdvergabe, sei es aus Belastungsgründen oder weil eine spezielle Bearbeitung nicht im Unternehmensfertigungskonzept liegt, Bestandteil einer übergeordneten Arbeitsplanung. Vor dem Hintergrund der Erweiterung der Tätigkeitsfelder war es der richtige Zeitpunkt, HSplan im Sinne einer Planungssicherheit einzuführen. MM
* Stefan Hasler ist Mitarbeiter der Arbeitsvorbereitung der Burckhardt Compression AG in Winterthur (Schweiz). Dr. Ralf Volker Schüler ist Journalist in Essen.
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