Fregattenfrage Hensoldt wird vom Ende des F126-Projekts wohl nicht beeinträchtigt

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Das Bundesministerium der Verteidigung hat kürzlich entschieden, das Fregattenprogramm F126 nicht weiterzuverfolgen. Hensoldt prüft nun, ob das fürs Geschäft etwas ausmacht ...

Am Riff vorbei! Hensoldt hätte für das von der Bundesregierung beendete Fregattenprogramm F126 Radarsysteme liefern sollen. Das fällt nun ja flach. Wie es nach ersten Prüfungen aussieht, wird das Geschäft von Hensoldt aber wohl nicht allzusehr in Mitleidenschaft gezogen ...(Bild:  Hensoldt)
Am Riff vorbei! Hensoldt hätte für das von der Bundesregierung beendete Fregattenprogramm F126 Radarsysteme liefern sollen. Das fällt nun ja flach. Wie es nach ersten Prüfungen aussieht, wird das Geschäft von Hensoldt aber wohl nicht allzusehr in Mitleidenschaft gezogen ...
(Bild: Hensoldt)

Das Bundesministerium der Verteidigung will statt Fregattenprogramm F126 die Beschaffung von Fregatten des Typs Meko-A-200 anstreben, wenn Haushaltsausschuss des Bundestages zustimmt. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr hat die Unterauftragnehmer des Projekts entsprechend informiert. Die konkreten Auswirkungen des beendeten Projekts und die vertragliche Abwicklung werden derzeit geprüft. Bis zur abschließenden Klärung der vertraglichen nächsten Schritte stimmt Hensoldt nun das weitere Vorgehen eng mit seinem Vertragspartner Thales Netherlands ab. Hensoldt hätte für F126 das Marineüberwachungsradar TRS-4D geliefert.

Kurz- und mittelfristige Hensoldt-Prognose bleibe wohl richtig

Radare der TRS-4D-Familie sind bereits auf Schiffen der deutschen Marine im Einsatz – unter anderem auf dem Fregattenmodell F125 sowie bei der Korvette K130. Auch international ist das Radarsystem gefragt – etwa für die brasilianischen Tamandaré-Fregatten, die übrigens auf dem Meko-Konzept basieren. Der Gesamtauftragswert für Hensoldt im F126-Programm liegt bei gut 200 Millionen Euro. Davon wurde bereits über ein Drittel als Umsatz realisiert, wie man erfährt. Für das laufende Geschäftsjahr sind noch Umsätze im niedrigen 2-stelligen Millionenbereich vorgesehen. Auf Basis der derzeit vorliegenden Informationen erwartet Hensoldt, wie es weiter heißt, aber keine Auswirkungen auf die kurz- oder mittelfristige Prognose. Die weitere Behandlung des verbleibenden Auftragsbestands hänge nun von der konkreten vertraglichen Art und Weise sowie von der weiteren Abstimmung mit den beteiligten Partnern ab.

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