Werkzeughandling Fakuma-Premiere für durchgängiges Werkzeughandling-Konzept

Redakteur: Peter Königsreuther

Roemheld bringt ein aufeinander abgestimmtes System für das effiziente Werkzeughandling nach Friedrichshafen. Die Komponenten können individuell zusammengestellt werden.

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Ihr Konzept zum zeiteffektiven Wechsel und Handling von Werkzeugen über die gesamte Prozesskette hinweg, stellt die Roemheld-Gruppe erstmals auf der Fakuma 2021 vor.
Ihr Konzept zum zeiteffektiven Wechsel und Handling von Werkzeugen über die gesamte Prozesskette hinweg, stellt die Roemheld-Gruppe erstmals auf der Fakuma 2021 vor.
(Bild: Römheld)

Im Rahmen des Roemheld-Konzepts für das produktivere Werkzeughandling steht ein breites Produktsortiment zur Auswahl, heißt es. Das Spektrum reicht von Regalanlagen über Transportwagen bis hin zu Magnetspannplatten für das schnelle und sichere Positionieren und Spannen der Werkzeuge an der Maschine. Auf der Fakuma in Friedrichshafen präsentiere die Roemheld-Unternehmensgruppe ihr Konzept sowie eine Auswahl an Spann- und Handlingstechnik erstmals komplett.

Am Anfang ward respektive steht das Regal

Für das Lagern von Werkzeugen und Formen bietet Roemheld verschiedene Regaltypen an, die zur gewünschten Größe zusammengestellt werden können (ganz links im Bild). Den Werkzeugtransport übernehmen Wechselwagen (rechts daneben, im Bild). Es gibt natürlich für unterschiedliche Werkzeuggewichte verschiedene Modelle, die entweder manuell oder akkubetrieben, also elektrisch, verfahrbar sind, wie es heißt.

Ein einheitliches, mechanisches Andocksystem, mit dem alle Regale und Transportwagen ausgestattet sind, sorgt dabei für eine sichere Handhabung der Schwergewichte. Es gewährleistet, dass Werkzeuge erst bewegt werden können, wenn die Komponenten fest miteinander verbunden sind, wie Roemheld erklärt.

Werkzeuge magnetisch in Sekunden spannen

Zum Positionieren und Spannen der Werkzeuge an Spritzgießmaschinen oder Pressen für die Kunststoffverarbeitung verweist Roemheld außer auf seine hydraulischen, elektromagnetischen und mechanischen Systeme, auch auf seine Magnetspannplatten (ganz rechts). Diese vertreten eine universell einsetzbare Schnellspanntechnik-Alternative, die für alle ferromagnetischen Werkzeuge und Formen geeignet ist – und zwar unabhängig von ihrer Größe und Geometrie, betont der Fakuma-Aussteller. Eine Standardisierung brauche es deshalb nicht.

Das Spannen und Lösen der Werkzeuge dauere nur wenige Sekunden. Dabei aktiviert ein Stromimpuls die integrierten Permanentmagneten, die dann stromunabhängig weiterarbeiten. So ließen sich fast alle Werkzeuge vollflächig mit hoher Biegesteifigkeit spannen und auch wieder lösen.

Die verschiedenen Magnetspannplatten der M-Tecs-Produktreihe sind bei maximalen Temperaturen bis 80, 120 oder 240 °C einsetzbar. Entsprechend den jeweiligen Anforderungen sind sie hinsichtlich der Größe, der Geometrie, der Spannkraft und der Ausstattung frei auslegbar, heißt es weiter. Sie werden kundenspezifisch gefertigt.

Alle Magnetspannsysteme erfüllten die aktuellen Normen für Spitzgießmaschinen und Pressen für die Gummiverarbeitung sowie die Vorgaben der Performancelevels „d“ und „e“. Sie werden als wartungsfrei beschrieben und können laut Hersteller in wenigen Stunden auf vorhandenen Maschinen nachgerüstet werden.

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