Motorsteuerung Fehlersichere Frequenzumrichter machen Fördertechnik flexibler

Autor / Redakteur: Thomas Pflugfelder / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Beim Auslegen der Fördertechnik zur Produktion von Solarmodulen wählten die Konstrukteure fehlersichere Frequenzumrichter aus. Dadurch konnten die Standardautomatisierung und das Sicherheitskonzept auf der gleichen Plattform umgesetzt werden, was zu deutlichen Zeiteinsparungen geführt hat.

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Die Solarmodulproduktion bei Conergy in Frankfurt (Oder) ist auf 200 MW Jahresleistung ausgelegt. Dort sind fünf automatische Produktionslinien mit etwa 50 Robotern und anderen Handling-Systemen aufgebaut, von der jede einzelne rund 30 Solarpanels (Bild 1) pro Stunde fertigen kann.

Fördertechnik kann an Fertigungszellen angepasst werden

Der Transport der knapp 2 m² großen Scheiben läuft über eine ausgefeilte Fördertechnik, die auf standardisierten Einzelmodulen aufgebaut ist. Dies ermöglicht ein Maximum an Flexibilität, was dazu führt, dass sich die Fördertechnik ohne großen Aufwand an die einzelnen Fertigungszellen anpassen lässt und Veränderungen während des Projektverlaufs ohne weiteres möglich sind.

Die Zuführstrecken zu den einzelnen Fertigungszellen addieren sich auf 66 Einzelsegmente, die Abführstrecken auf 52 Segmente – jedes davon etwa 2 m lang. Einen großen Anteil an der beschriebenen Flexibilität hat auch das Antriebs- und Steuerungskonzept, das Standard- und fehlersichere Automatisierung auf der gleichen Plattform belässt. Dazu wurde die dezentrale Peripherie Simatic ET200S von Siemens eingesetzt. Der große Vorteil dieses Systems ist der modulare Aufbau und die einfache Einbindung in das gesamte Steuerungskonzept über Profibus und Profisafe.

Busbasierte Sicherheitstechnik reduziert Komplexität

Dazu wurden vor Ort Steuerkästen an die Förderanlage montiert. In den standardisiert aufgebauten Unterverteilern befindet sich eine dezentrale Peripherie ET200S mit zwei fehlersicheren Frequenzumrichtern (Bild 2). Jeder von ihnen ist einem Fördersegment zugeordnet und schaltet es im Not-Aus-Fall sicher ab. Darüber hinaus wurden durch diese Kombina-tion aus Standard- und fehlersicherer Technik große Einspareffekte erzielt.

Denn während in kleineren Projekten die Sicherheitsfunktionen bislang über Sicherheitsschaltgeräte hardwaremäßig verdrahtet worden sind, nutzten die Verantwortlichen erstmals eine busbasierte Lösung. Für die einfache Integration der Sicherheitstechnik in die Steuerung bedarf es nur geringen Lernaufwandes. Die dazu notwendige Software Safety Integrated wird einfach zusätzlich innerhalb der Programmiersoftware Step 7 der eingesetzten Steuerung S7 CPU 319F-3 PN/DP installiert.

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