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Die Frequenzumrichter ET200S FC bieten die Funktionen sicherer Halt, sichere Bremsrampe und sicher reduzierte Geschwindigkeit. Die Einstellung der jeweils gewünschten Parameter und Abschaltgruppen für jeden Frequenzumrichter erfolgt in der Software Safety Integrated, was von jedem Busknoten aus innerhalb des Profibus geschehen kann. Mit dieser Lösung wurde es geschafft, die extrem hohe Komplexität der Produktionsanlage hinreichend abzubilden. Die anfangs rund 150 gewünschten Abschaltkreise konnten letztlich auf knapp 50 reduziert werden. Dies geschah in Zusammenarbeit mit den Zulassungsbehörden wie TÜV und Berufsgenossenschaft, nachdem eine umfangreiche Gefährdungsanalyse vorausgegangen war.
Dezentrale Peripherie vereinfacht Modifikationen
Ein busbasiertes Not-Aus-Konzept mit fehlersicheren Frequenzumrichtern erweist sich auch bei Anlagenerweiterungen oder -modifikationen als vorteilhaft. In einem solchen Fall sind auch keine aufwändigen Kabel-installationen mehr notwendig. Denn die dezentrale Peripherie besteht aus einer Kopfbaugruppe IM 151 mit Profibusanschluss, daran angereiht sind E/A-Baugruppen. Diese können nach Bedarf als Standard- oder fehlersichere Einheiten ausgeführt sein.
Am Ende des Aufbaus sitzen die fehlersicheren Frequenzumrichter ET200S FC – kombiniert aus Regelungs- und Leistungsteil. Kommt nun ein neuer Not-Aus-Taster dazu, muss dieser lediglich mit der fehlersicheren E/A-Baugruppe verbunden und in der Safety-Integrated-Software entsprechend konfiguriert werden.
Ein weiterer Vorteil der dezentralen Peripherie ist, dass sowohl die Kommunikation als auch die Energieversorgung selbstaufbauend sind. Die einzelnen Einheiten stellen die elektrischen Verbindungen selbständig her, sobald sie zusammengesteckt werden.
Austausch der Frequenzumrichter erfordert keinen Umbau
Falls tatsächlich ein Frequenzumrichter getauscht oder gegen einen größeren ersetzt werden muss, ist dazu keinerlei Umbau notwendig. Das entsprechende Gerät wird lediglich nach vorne abgezogen und das neue wieder aufgesetzt. Die stehende Verdrahtung ermöglicht das sogenannte „hot Swapping“ – auch während des laufenden Betriebs. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass dabei der entsprechende Frequenzumrichter unbelastet ist.
In der Anlage sind alle Leitungen steckbar ausgeführt. Das bedeutet, dass einzelne Transportsegmente für die Glasscheiben und die Module in kürzester Zeit komplett getauscht werden können, ohne dass in die Elektrik eingegriffen werden muss. Das ist deshalb wichtig, weil die Pufferspeicher der Solarpanel-Produktion im Störfall bald voll wären und ein einzelnes Transportmodul die gesamte Ausbringung stoppen könnte. Mit den modular aufgebauten und schnell austauschbaren Förderstrecken kann die geforderte Verfügbarkeit von 85% erfüllt werden.
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