Suchen

Schleifen zur Oberflächenbearbeitung Feinschleifen wird wirtschaftlicher

| Autor/ Redakteur: Achim Fehrenbacher / Stéphane Itasse

Um das Feinschleifen kostengünstiger zu gestalten, hat ein Hersteller von Superfinish-Maschinen sein Sortiment erweitert und auch für dieses Verfahren Anlagen auf den Markt gebracht. Vor allem die Kombination aus Standardmaschine und individueller Automation eröffnet Möglichkeiten.

Firmen zum Thema

Mit den Maschinen der Serie Spiro ist Supfina in das Feinschleifen eingestiegen.
Mit den Maschinen der Serie Spiro ist Supfina in das Feinschleifen eingestiegen.
(Bild: Fischenich GmbH)

Geht es in der Fertigung um Präzision im Mikrometerbereich, gilt Supfina Grieshaber als Spezialist mit großem Sortiment. Neben den Superfinish-Maschinen, die beispielsweise in der Automobilbranche oder Wälzlagerindustrie zum Einsatz kommen, trat der Wolfacher Hersteller in den vergangenen Jahren insbesondere mit Produkten zur Planbearbeitung auf den Markt.

Feinschleifen ermöglicht hochpräzise Planparallelität von Oberflächen

Hierbei stehen dem Anwender drei Fertigungsverfahren zur Auswahl: Liegt der Fokus auf maximalem Abtrag und einer schnellen Taktzeit, bietet sich das Doppelseitenschleifen an. Sind dagegen geometrische Abhängigkeiten im Spiel, erreicht der Anwender mit dem Planfinish-Verfahren die beste Oberflächengüte. Als dritte relevante Bearbeitungsmöglichkeit existiert das Feinschleifen. Diese Bearbeitungstechnik kann bei Bauteilen aus vielen Werkstoffen zum Einsatz kommen und legt besonderen Wert auf hochpräzise Planparallelität von Oberflächen.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 6 Bildern

Während bei Supfina die Bearbeitungsprozesse Doppelseitenschleifen und Planfinish schon länger zum Standardsortiment gehören, feierte der Bereich Feinschleifen 2016 mit der Präsentation der Spiro-Serie seine Premiere. Damit avancierte Supfina zum weltweit ersten Komplettanbieter mit Maschinen für die drei wichtigsten Planbearbeitungsprozesse.

Eine Besonderheit von Supfina ist die Marktstellung. Sind viele Maschinenproduzenten im Bereich Feinschleifen gleichzeitig als Lohnbearbeiter tätig, konzentrieren sich die Schwarzwälder auf die Entwicklung und Produktion der Anlagen. So ist eine vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit Kunden möglich, ohne sich in potenzieller Konkurrenzsituation zu befinden.

Maschinenbauer achtet auch auf die Kosten für das Feinschleifen

Aus der Perspektive des Anwenders stehen beim Feinschleifen neben Präzision und Qualität natürlich die Wirtschaftlichkeit und das Individualisierungspotenzial im Fokus. Auf diese Aspekte legt der Maschinenbauer bei der Entwicklung der Maschinen besonderes Augenmerk. So lassen sich die preisgünstigen Serienanlagen auf Kundenwunsch mit individualisierter Automation kombinieren, um die Zuführung und den Arbeitsprozess effizienter zu gestalten.

Von manueller Be- und Entladung der Werkstücke bis hin zu vollautomatischen Systemen mit Stapelzelle stehen verschiedene Systeme zur Verfügung. Je nach Chargengröße der Werkstücke und geforderter Flexibilität kann die Automation aus einem Baukastensystem gewählt werden. Die Kombination aus preisgünstiger Serienanlage und kundenspezifischer Individualisierung ist der Schlüssel zu besonders kosteneffizientem Feinschleifen.

Das Anlagenangebot der Spiro-Serie wird dabei laufend erweitert: Kann die Spiro F7 Werkstücke mit Durchmessern von 5 bis 200 mm und einer Dicke von 5 bis 80 mm bearbeiten, präsentierte man im vergangenen Jahr mit der Spiro F5 den „kleinen Bruder“ für Werkstücke von 4 bis 150 mm Durchmesser und eine Bauteilhöhe von 0,5 bis 50 mm. Die Anlage benötigt dabei nur die Hälfte der Stellfläche und kann Werkstücke mit einem Maximaldruck von 400 daN bearbeiten.

Feinschleifmaschine mit vielfältigen Automatisierungsmöglichkeiten

Doch auch die Spiro F7 blieb nicht ohne Neuerung. Aufgrund großen Kundeninteresses zeigte Supfina gleichzeitig vielfältige Automationsoptionen für die größere Ausführung der Feinschleifanlage. So können Kunden nicht nur abhängig von der Werkstückgröße eine individuelle Anlage, sondern ebenfalls aus einer großen Bandbreite an manuellen und automatischen Zuführungen wählen. Die so erreichbaren kürzeren Takt- und Rüstzeiten versprechen weitere Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung im Feinschleifprozess. Alle Anlagen der Spiro-Serie verfügen über eine Anzahl von Produktmerkmalen, die über die selbstverständlichen Parameter wie das Erzielen von engsten Werkstücktoleranzen, optimaler Ebenheit, Planparallelität und Oberflächengüte hinausgehen. Hierzu gehören die Abtropfwannen – für den Einsatz von Öl und Emulsion als Kühlschmierstoff – genauso wie die gute Zugänglichkeit zum Arbeitsraum durch das ausschwenkbare Oberteil. Filtrations- und Kühllösungen können optional aus einer Hand geliefert werden.

* Achim Fehrenbacher ist Produktmanager Planbearbeitung bei der Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG in 77709 Wolfach

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45120343)