Automatisierung Feldbuselektronik steigert Leistungsfähigkeit der Pneumatik

Autor / Redakteur: Manfred Leufgen und Jörg Ahrend / Josef-Martin Kraus

Feldbussysteme erhöhen die Leistungsfähigkeit der pneumatischen Antriebs- und Automatisierungstechnik. Das lässt sich anhand eines Feldbusknotens zeigen, der in eine Ventilinsel integriert wird, Aufschluss über Fehler gibt und über einen Sub-Bus bis zu 16 Untereinheiten ansteuern kann.

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Bild 1: Ventilinsel mit integriertem Feldbusknoten (G3) für den Profibus DP. Er bietet Leistungsmerkmale, die in dieser Kombination neuartig sind. Bild: Numatics
Bild 1: Ventilinsel mit integriertem Feldbusknoten (G3) für den Profibus DP. Er bietet Leistungsmerkmale, die in dieser Kombination neuartig sind. Bild: Numatics
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit dem Feldbussystem G3 treibt der Pneumatikspezialist Numatics die Leistungsfähigkeit der Pneumatik in die Höhe (Bild 1): Das seit kurzem lieferbare Produkt verfügt über sechs Leistungsmerkmale, die es bisher in dieser Kombination noch nicht gab.

Feldbusknoten in Ventilinsel integriert

Bei dem Feldbussystem G3 handelt sich um den einzigen in eine Ventilinsel integrierten Feldbusknoten, der über leicht austauschbare, universell verwendbare Input- und Output-Module, ein integriertes Datensicherungsmodul sowie Klartext-Displays zum Ablesen und Eingeben verschiedener Parameter verfügt.

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Hinzu kommen: der Numatics-Sub-Bus zur Ansteuerung von bis zu 16 Untereinheiten (Bild 2 – siehe Bildergalerie), M12-Schnellverriegelungen der Reihe Speedcom zum Anschluss elektronischer Verbindungsleitungen und die bisher unerreichte Kapazität von bis zu 1200 Signalein- und/oder -ausgängen je Feldbusknoten.

Mit dieser Entwicklung erreichen Anwender ein Ziel: den Aufwand bei Aufbau und Betrieb einer Anlage zu minimieren und damit die Effizienz zu erhöhen. Im Preisniveau ist die G3-Feldbuselektronik absolut wettbewerbsfähig bei deutlich mehr Leistung. Die Innovationen der G3-Feldbuselektronik sehen im Detail wie folgt aus.

Lokalisierung von Fehlerursachen ohne externes Diagnosegerät

Erstens: Ein in jedes Modul integriertes Display gibt im Klartext Auskunft über Kurzschlüsse, über eine fehlende oder zu niedrige Spannungsversorgung, über den Ausfall von Sub-Modulen, über die Aktivierung eines Selbsttests und über das Netzwerkfehlerlog (Bild 3). Bei Wartungs-, Installations- und Reparaturarbeiten wird Zeit eingespart, weil Störquellen nicht mehr aufwändig gesucht werden müssen. Ohne separat anzuschließendes Diagnosegerät erkennt der Monteur direkt vor Ort, welche Maßnahmen einzuleiten sind.

Außerdem können mit Hilfe zweier Eingabetasten – ohne teures, separates Programmiergerät – zentrale Einstelloptionen wie die Netzwerkadresse, die Baudrate, die Anzahl der Ein- und Ausgänge, direkt am Modul bearbeitet sowie die Wiederherstellung von Werkseinstellungen vorgenommen werden.

Zweitens: Das optionale Datensicherungsmodul, das direkt neben dem Feldbusknoten sitzt, fragt bei jedem Einschalten der Anlage die Parameter der einzelnen G3-Module ab und speichert sie (Bild 4). Kommt es zum Absturz oder Ausfall eines Systems, ist beim erneuten Hochfahren keine neue Einstellung der aktuellen Werte erforderlich.

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