Flexibles Fertigungssystem FFS bringt Sondermaschinenbau und Lohnfertigung unter einen Hut

Autor / Redakteur: Pekka Tuhkanen / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Einem Unternehmen, das sich sowohl auf die Lohnfertigung als auch den Sondermaschinenbau spezialisiert hat, ist es mit einem Flexiblen Fertigungssystem (FFS) gelungen, sich in beiden Segmenten alle Optionen für eine erfolgreiche Zukunft offenzuhalten. Eine besondere Ausbaustufe des FFS macht dies möglich.

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Die kombinierte Heavy-Duty-/Medium-Duty-Anlage sorgt für hohe Flexibilität. (Bild: Fastems)
Die kombinierte Heavy-Duty-/Medium-Duty-Anlage sorgt für hohe Flexibilität. (Bild: Fastems)

Sowohl der Sondermaschinenbau als auch die Lohnfertigung lasten das Unternehmen Böhmer ungefähr zu gleichen Teilen aus. Darüber hinaus stellt das Unternehmen extrem hohe Ansprüche an die Produktqualität – das gilt gleichermaßen für die Sondermaschinen wie die Lohnfertigung. Gleichzeitig hat das Unternehmen, wie viele andere, das Problem, auf dem Arbeitsmarkt hochqualifizierte Fachkräfte zu finden.

Die Herausforderung besteht also darin, mit dem zur Verfügung stehenden Personal respektive den Fachkräften eine sehr hohe Produktqualität bei gleichzeitig hoher Auslastung der Kapazitäten zu erzielen. Das geht nur mit höherer Automation im Zusammenspiel mit Bearbeitungszentren in höchstmöglicher Ausbaustufe.

Heavy-Duty-/Medium-Duty-Anlage setzt Maßstäbe

Vor mehr als vier Jahren entschloss man sich deshalb, in ein Flexibles Fertigungssystem von Fastems zu investieren. Die Besonderheit: Das System ist eine kombinierte Heavy-Duty/Medium-Duty-(HD-/MD-)Anlage, die Paletten mit einem Maximalgewicht von sowohl 1,5 als auch von 6 t handhaben kann.

Derzeit sind zwei horizontale Bearbeitungszentren (BAZ), eine Makino a81 und eine Makino a82, an das Flexible Fertigungssystem angebunden. Für die Investition in ein kombiniertes HD-/MD-System sprach, dass man hinsichtlich der Nutzung des Flexiblen Fertigungssystems als Automationssystem auch in Zukunft sehr flexibel bleiben wollte. Unter anderm hat man das Ziel, sich für den Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik zu qualifizieren. Mit der Anschaffung der BAZ und des Flexiblen Fertigungssystems erfüllt das Unternehmen schon heute die entscheidenden Voraussetzungen, nämlich gleichermaßen hohe Automation wie Bearbeitungsqualität.

Flexibles Fertigungssystem offen für weitere Investitionsentscheidungen

Dennoch müsse man, so heißt es, erst einmal ein Gefühl dafür bekommen, was in diesem Bereich wirklich gefordert wird, bevor weitere Investitionsentscheidungen getroffen werden. Denkbar wäre zudem, dass sich das Unternehmen zukünftig auch in einem Segment engagiert, das die Anschaffung eines BAZ von Burkhardt + Weber notwendig macht.

Auch für einen solchen Fall sei man mit dem HD-/MD-System von Fastems vorbereitet. Aber ganz gleich, in welche Richtungen sich das Unternehmen weiterentwickeln wird, mit einer derart einzigartigen Lösung habe man schon jetzt hinsichtlich der Produktivität und Flexibilität ein entscheidendes Zeichen gesetzt.

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