Münchner Kolloquium 2008 Flexibilität sichert Unternehmenserfolg

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Innovationen für die Produktion – unter diesem Motto stand das diesjährige Münchner Kolloquium am 9. Oktober 2008 in der Fakultät für Maschinenwesen der Technischen Universität München in Garching. Veranstaltet wurde das Kolloquium vom Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften und dem Lehrstuhl für Umformtechnik und Gießereiwesen.

Anbieter zum Thema

Das Kolloquium vermittelte den über 300 Teilnehmern in sechs parallelen Fachforen aktuelle Entwicklungen und Trends in Produktion, Organisation und Forschung, angefangen vom Produktionsmanagement über Werkzeugmaschinen, Montagetechnik und Laserfertigung bis hin zum Schneiden und Gießen. Die Teilnehmer konnten sich auch im Versuchsfeld des iwb über aktuelle Forschungsvorhaben informieren.

Am Standort Deutschland erfolgreich produzieren

„Am Standort Deutschland kann erfolgreich produziert werden“, betonte Dipl.-Ing. Lars Wrebo, Vorstandsmitglied der MAN Nutzfahrzeug AG in München, „allerdings nur, wenn sich Unternehmen den Herausforderungen des globalen Marktes stellen und auf Veränderungen rasch reagieren.“

Anhand des MAN-Nutzfahrzeuge-Produktionssystem MNPS in der Achsfertigung in München zeigte er, dass eine schlagkräftige Organisation, in der das Produktionssystem im Fokus steht, und eine dialogorientierte Kommunikation mit kurzen Informationswegen die Kapazität und Produktivität drastisch steigern kann: „Auch durch die Konzentration auf Kernkompetenzen und gezielten Ressourceneinsatz konnten wir im Zeitraum von 2002 bis 2007 die Kapazität in der Achsfertigung nahezu verdoppeln.“

Die Entfeinerung per Variantenmanagement und die Verlagerung von Nicht-Kernkompetenz-Teilefamilien sowie das Reduzieren von Beständen um 30 bis 40% bewirkten im gleichen Zeitraum eine Produktivitätssteigerung um 36%.

Schneller und besser sein als Mitbewerber

„Das MAN-Kommunikationsmodell stellt die Wertschöpfung in den Mittelpunkt und schafft eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung“, erläuterte Wrebo. Sein Credo: „Wir müssen schneller und besser sein als der Wettbewerb.“ Unternehmen sollten seiner Auffassung nach analysieren, was sich lohnt, selbst herzustellen und was nicht: „Vor der Entscheidung, Make or Buy, sollte sich kein Unternehmen drücken.“

(ID:273702)