Fluidsensorik Fluidsensoren für Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau

Autor / Redakteur: Christoph Müller / Udo Schnell

Mit einem Portfolio von Sensoren soll in der Fluidsensorik die Lücke zwischen einfachen Schaltern und High-End-Lösungen geschlossen werden. Die in der Fabrikautomation üblichen Signalausgänge werden bei vielen Sensoren ergänzt durch die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation IO-Link.

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Der Druckschalter PBS wird unter anderem zur Drucküberwachung in Hydrauliksystemen von Werkzeugmaschinen und Pressen oder auch in Kühlwasserkreisläufen eingesetzt.
Der Druckschalter PBS wird unter anderem zur Drucküberwachung in Hydrauliksystemen von Werkzeugmaschinen und Pressen oder auch in Kühlwasserkreisläufen eingesetzt.
(Bild: Sick)

Das Portfolio der Fluidsensorik von Sick orientiert sich vor allem an den Anforderungen des Maschinen- und Anlagenbaus – also an einem der Kundensegmente, in denen Sick mit Sensoren für die Fabrikautomation zu den führenden Anbietern gehört. Ziel ist es, mit einem breiten Portfolio die technische Lücke der Fluidsensorik zwischen einfachen elektromechanischen oder elektromagnetischen Schaltern auf der einen Seite und der High-End-Prozessinstrumentierung für chemische und petrochemische Prozesse auf der anderen Seite zu schließen.

Das Ergebnis sind etwa 20 für die Fabrikautomation optimierte Sensor-Produktfamilien für verschiedene Prozessparameter, die sich flexibel und unabhängig von den Einbaubedingungen einsetzen lassen. Die Sensoren sind robust im Aufbau sowie einfach zu bedienen und in Betrieb zu nehmen. Die in der Fabrikautomation üblichen Signalausgänge werden bei vielen Sensoren ergänzt durch die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation IO-Link, die zum Beispiel den Füllstandssensor LFP Cubic oder den Druckschalter PBS zu intelligenten Geräten in Automatisierungsstrukturen macht.

Sensor löst kontinuierliche Messaufgaben installationsfreundlich

Kontinuierliche Niveaumessung und Grenzstanderfassung, einzeln oder auch kombiniert in einem Sensor, medienberührend oder berührungslos, für Flüssigkeiten und Schüttgüter – all diese Optionen eröffnet das Portfolio der Füllstandssensoren von Sick. Verschiedene Techniken, unter anderem Hydrostatik, Ultraschall oder Vibration, ermöglichen effiziente Lösungen beispielsweise für Vorratstanks in der Lebensmittelverarbeitung, für Schüttgüter in Rohstoffsilos, für Puffertanks oder Tauchbecken in industriellen Prozessen oder als Pumpenschutz in Rohrleitungen.

Dass sich anspruchsvolle, kontinuierliche Messaufgaben genauso installations- und integrationsfreundlich lösen lassen wie eine einfache Grenzstanderfassung zeigt Sick mit dem neuen Füllstandssensor LFP Cubic und dem Grenzstandschalter MHF15. Mit dem LFP Cubic werden die Vorteile der Hightech-Messtechnik TDR (Time Domaine Reflectometry) für Standard-applikationen in der Fabrikautomation nutzbar gemacht.

Bei diesem Prinzip des geführten Radars werden hochfrequente, niedrigenergetische Mikrowellenimpulse in die Sensorsonde des LFP Cubic eingekoppelt und an ihr entlanggeführt. Trifft dieser Impuls auf die Oberfläche der zu erfassenden Flüssigkeit, wird ein Teil dort reflektiert und läuft an der Sonde entlang wieder zur Elektronik zurück. Aus der Zeitdifferenz zwischen dem ausgesandten und dem empfangenen Impuls errechnet das Gerät mit einer Messunsicherheit von wenigen Millimetern den aktuellen Füllstand.

Sensoren unabhängig von Einbau- und Medieneinflüssen

Aufgrund dieses Verfahrens vereint der LFP Cubic kontinuierliche Niveaumessung und Grenzstanderfassung in einem Sensor. Der Anwender spart den Einbau separater Sensoren zum Erfassen von Einzelschaltpunkten, weil sich diese über die Elektronik sehr präzise realisieren lassen.

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