So macht man es richtig!

Die fünf schlimmsten Fehler bei der Beantragung von Fördermitteln

< zurück

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Fehler 3: Man stellt den Förderantrag an die falsche Organisation

Nicht jedes Förderprogramm passe außerdem zu jedem Projekt. Dennoch wird die Programmauswahl häufig zu oberflächlich vorgenommen, was alles zum Scheitern verurteilen kann. Denn jedes Förderprogramm verfolgt eigene Ziele und definiert klare Anforderungen an Unternehmen und Vorhaben. Unternehmensgröße, Branche, Technologiefeld, Standort, Projektvolumen, Innovationsgrad oder die Einbindung von Partnern könnten darüber entscheiden, ob ein Antrag überhaupt förderfähig ist. In der Praxis werden diese Rahmenbedingungen oft zu spät geprüft. Und man investiert viel Zeit in die Antragstellung, obwohl das Vorhaben nicht zum gesteckten Ziel des Programms passt, oder formale Voraussetzungen nicht erfüllt werden. Hinzu kommt, dass einige Förderprogramme nur über begrenzte Budgets verfügen und Anträge im Wettbewerb bewertet werden. Selbst gute Projekte haben dann geringe Erfolgsaussichten, wenn passendere Förderinstrumente nicht berücksichtigt werden. Ebenso problematisch sei die Wahl eines Programms mit ungeeigneten Förderkonditionen. So könne ein Projektvolumen deutlich über den förderfähigen Höchstgrenzen liegen, sodass ein erheblicher Teil der Kosten unberücksichtigt bleibe. Darüber hinaus unterscheiden sich Förderprogramme erheblich bei den förderfähigen Kostenarten. Denn während einige Programme fast nur Personalkosten förderten, könnten bei anderen auch Materialkosten, externe Entwicklungsleistungen, Investitionen oder Gemeinkosten berücksichtigt werden. Entstehen etwa hohe Materialkosten für Prototypen, Testaufbauten oder Versuchsanlagen, kann die Wahl des falschen Förderprogramms erheblich ins Geld gehen. Die entscheidende Frage lautet folglich hierbei nicht, ob ein Projekt förderfähig ist, sondern in welchem Programm es die besten Erfolgsaussichten und den größten finanziellen Nutzen erzielt. Das kann über Zehntausende oder sogar Hunderttausende Euro Fördervolumen entscheiden, wie Hentschel Fördermittelberatung betont.

Fehler 4: Zu knapp kalkulierte Förderzeiten und -kosten

Viele Unternehmen planten ihre Förderprojekte zu optimistisch. Sie verschenkten dadurch dann Förderpotenzial. Aus Sorge, die Projektkosten zu hoch anzusetzen oder die Laufzeit unnötig zu verlängern, werden etwa Personalaufwand, externe Leistungen oder Investitionen häufig zu konservativ berechnet. Dasselbe gilt auch für die Projektlaufzeit. In der Praxis verlaufen Forschungs- und Entwicklungsprojekte aber sowieso selten exakt nach Plan, heißt es. Denn technische Herausforderungen sind oft doch nicht so leicht zu meistern als gedacht, Problemlösungen führen nicht zum gewünschten Ergebnis oder wichtige Mitarbeiter verlassen das Projekt. Genau deshalb sollte man bereits bei der Antragstellung ausreichend Puffer bei beiden Aspekten mit einplanen. Denn was nicht beantragt wird, kann später nicht – oder nur mit erheblichem Aufwand – nachträglich berücksichtigt werden. Werden zusätzliche Kosten oder längere Entwicklungszeiten erst während der Projektlaufzeit sichtbar, sind Anpassungen je nach Förderprogramm nicht oder nur eingeschränkt möglich. Förderstellen erwarten auch gar keine punktgenaue Prognose. Sie erwarten jedoch eine realistische und nachvollziehbare Planung mit Blick auf die Unwägbarkeiten.

(ID:50867210)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung