Zerspanen Fräsen am Limit
Schnelligkeit und die Fähigkeit, Bauteile kostengünstig und in der geforderten Qualität fertigen zu können, sind für produzierende Unternehmen wettbewerbsentscheidende Vorteile. Modular aufgebaute Bearbeitungszentren und Fräsmaschinen stellen diesen Vorsprung sicher.
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Kürzere Lieferzeiten, kleinere Losgrößen und komplexer werdende Bauteile in großer Variantenvielfalt – diese Trends in der Fertigung beeinflussen auch die Weiterentwicklung von Bearbeitungszentren und Fräsmaschinen. Ein hohes Maß an Flexibilität in der Fertigung bei hoher Produktivität sind Forderungen, die Bearbeitungszentren und Fräsmaschinen erfüllen sollten. Schnelle Werkzeugwechsler und effiziente Automationssysteme tragen auch dazu bei, die Produktivität weiter zu steigern.
Die Maschine dank Modularität maßschneidern lassen
Der modulare Aufbau vieler Maschinen ermöglicht es, dass sich Anwender „ihre“ Maschine nahezu maßschneidern lassen können. So entwickelte die MAG Hüller Hille GmbH in Mosbach für ihr neues Vertikal-Zentrum NBV 400 einen gut gefüllten Baukasten, der viele Maschinenvarianten ermöglicht. Es stehen insgesamt sechs Ausführungen für die Aufnahme des Werkstücks bei der drei- bis fünfachsige Fräsbearbeitung und fürs Drehen zur Verfügung.
Im Baukasten enthalten sind Motorspindeln mit Drehzahlen von 10000, 12000, 18000, 24000 und 42000 min—1 mit einem Drehmomentspektrum von 9,6 bis 87 Nm bei 100% Einschaltdauer. „Diese unterschiedlichen Arbeitsspindeln mit ihrem breiten Drehmomentspektrum sind Voraussetzung für eine optimale Anpassung an die Bearbeitungsaufgabe“, betont Entwicklungsleiter Joachim Krischke. Ausgerüstet werden kann die Maschine mit einem Werkzeugmagazin für 40 HSK-63- oder 30 HSK-100-Werkzeuge. Wem diese Speicherkapazität nicht ausreicht, der kann ein Magazin mit deutlich mehr Werkzeugplätzen ordern.
Maschinendynamik unabhängig vom Werkstückgewicht
Weil die drei Linearachsen das Werkzeug tragen, ist die Maschinendynamik unabhängig vom Werkstückgewicht. „Die Konsequenz ist eine hohe Eilganggeschwindigkeit bis 60 m/min und eine Beschleunigung bis 6 m/s², die eine wirtschaftliche Zerspanung gewährleisten“, erläutert Krischke. Zusätzlich kann das Bearbeitungszentrum mit integrierter CAM-Unterstützung ausgerüstet werden. Der Vorteil: CNC-Programme für neue Werkstücke können online in einer virtuellen Maschine überprüft werden. „Untersuchungen haben ergeben“, sagt Krischke, „dass sich durch diese Simulation enorme Zeit- und Energieeinsparungen ergeben.“
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