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VDE Frauenanteil bei Elektrotechnik auf Rekordniveau

| Redakteur: Andrea Gillhuber

Der Frauenanteil der Erstsemester in der Elektro- und Informationstechnik steigt auf Rekordniveau. Das vermeldet der VDE in einer Stellungnahme zu den aktuellen Studienzahlen.

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Das Studium der Elektrotechnik gewinnt an Beliebtheit, Maschinenbau und Informatik werden für Abiturienten weniger attraktiv.
Das Studium der Elektrotechnik gewinnt an Beliebtheit, Maschinenbau und Informatik werden für Abiturienten weniger attraktiv.
(Bild: luchschen)

Die Studienanfängerzahlen in der Elektrotechnik und Informationstechnik bleiben stabil, während Informatik, Maschinenbau und Bauingenieurwissenschaften an Beliebtheit verlieren. Das geht aus Meldungen des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach starteten 16.824 Abiturienten ein Studium der Elektro- und Informationstechnik im Wintersemester 2017/2018. Fachhochschulen verzeichnen ein leichtes Plus, Universitäten einen leichten Rückgang. Jedoch immatrikulierten sich genauso viele Abiturienten wie im Vorjahr.

Ansgar Hinz, CEO des Technologieverbandes VDE, freut sich über das Ergebnis: „Wir freuen uns über den hohen Zulauf. Es zeigt, dass unsere Bemühungen, mehr Jugendliche für eine Ausbildung in der Elektro- und Informationstechnik zu begeistern, Früchte tragen.“ Erfreulich sei die Entwicklung der Frauenquote: Mit 2859 Studienanfängerinnen machen die Frauen 17 % aller Erstsemester in den Hochschulen aus. Die Universitäten für sich betrachtet kommen sogar auf das Rekordergebnis von 20 % Frauen in ihren Erstsemesterreihen.

Trotz ähnlich guter Berufsaussichten wie für Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik verlor die Informatik gegenüber dem Vorjahr 4 %, der Maschinenbau knapp 5 % Studienanfänger. „Ein Grund dafür könnte sein, dass sich mit dem digitalen Wandel die Aufgabenbereiche und Kompetenzfelder in der Elektro- und Informationstechnik deutlich wandeln. Mit der Digitalisierung entstehen neue Tätigkeitsfelder, die ein hohes Maß an Systemverständnis, soziale Kompetenz und Kreativität verlangen. Das macht den Job eines Elektroingenieurs so spannend“, erläutert Hinz. Deutschland benötige die Technikexperten mit einer soliden Ausbildung in den Grundlagenfächern Mathematik, Physik und Informatik, bevor sie sich spezialisierten.

Nicht zuletzt sprechen die einmaligen Karriereaussichten für Absolventen für sich: Maximal fünf Bewerbungsschreiben und zwei Vorstellungsgespräche, so sieht die Bilanz einer Umfrage des VDE unter seinen Berufsanfängern aus. Jeder fünfte Absolvent geht sogar ohne ein Bewerbungsschreiben und jeder vierte ohne ein Vorstellungsgespräch an den Karrierestart. „Viele wurden vom Fleck weg eingestellt, ohne überhaupt ein Bewerbungsgespräch durchlaufen zu haben. Welche Berufsgruppe kann das schon vorweisen“, freut sich Ansgar Hinz, der selbst Elektroingenieur ist. In den nächsten zehn Jahren fehlen nach Berechnungen des VDE 100.000 Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik. Die 16.824 Erstemester haben mit der Wahl ihres Studienfaches daher alles richtig gemacht.

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