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WIG-Automatenbrenner Fünf Schweißvorteile durch geschraubte Elektrodeneinheit

| Redakteur: Peter Königsreuther

Dinse klemmt in Sachen WIG-Automatenschweißbrenner nicht mehr, sondern schraubt die Elektrodeneinheiten der neuen Systeme Tetz 85xx und 74xx, heißt es. Diese Idee verbessert nicht nur das Schweißen an sich.

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Dinse hat mit den neuartigen WIG-Automatenschweißbrennern Tetz 85xx (rechts) und 74xx Schweißequipment an den Start gebracht, mit dem, wie es heißt, das Wolfram-Inertgas-Schweißen ein neues Niveau erklommen hat.
Dinse hat mit den neuartigen WIG-Automatenschweißbrennern Tetz 85xx (rechts) und 74xx Schweißequipment an den Start gebracht, mit dem, wie es heißt, das Wolfram-Inertgas-Schweißen ein neues Niveau erklommen hat.
(Bild: Dinse )

Statt die Elektrode aufwändig anzuschleifen und diese dann auch noch in den Pistolenkopf einzumessen, kann bei den neuen Brennermodellen die abgenutzte Elektrodeneinheit ganz einfach heraus- und eine neue eingeschraubt, betont Dinse.

1. Bessere Anpassung an Bauteilform

Das sorge nicht nur für einen äußerst reproduzierbaren TCP. Und ein erneutes Justieren der Wolframelektrode könne man sich so schenken. Die Stillstandzeiten der Anlage sinken, so Dinse. Wegen des neuen Konstruktionsprinzips könnten die Pistolenköpfe auch gut an verschiedene Bauteilgeometrien angepasst werden. Der Schweißer kann folglich mehr damit anfangen als mit anderen Systemen.

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2. Eine Elektrodengröße löst viele Schweißaufgaben

Bei den üblichen WIG-Schweißsystemen definiert sich der Elektrodendurchmesser durch die elektrische und thermische Belastung, die der Elektrodenwerkstoff aushalten kann, erklärt Dinse. Je nach Aufgabe würden also unterschiedliche Durchmesser gebraucht, was das wiederholte Austauschen der Elektrode und damit häufige Stillstände der Anlage mit sich bringe. Die neuen Dinse-WIG-Brenner sind aber so designt, dass die Übertragung des Stroms und die Ableitung der Prozesswärme direkt hinter dem Lichtbogen geschehen kann, heißt es. Der Weg, den der Strom zurücklegen muss verkürzt sich damit deutlich. Deshalb kann auch der Elektrodendurchmesser kleiner sein. Und mit ein und derselben Elektrode könnten alle üblichen Schweißverfahren durchgeführt werden.

3. Schweißsystem mit kühlerem "Kopf"

Die Kühlung, heißt es, endet bei normalen WIG-Brennern etwa im Bereich der Spannzangenaufnahme. Somit liegt sie mehrere Zentimeter hinter der Elektrodenspitze, erklärt Dinse. Bei der neuen WIG-Brennergeneration aber wird das Kühlwasser bis kurz hinter die Elektrodenspitze geführt und fließt von dort durch eine Spülkammer zurück ins System, betont der Hersteller. Darüber hinaus ist der Kupferkern der Elektrodeneinheit hohl gebohrt und wird deshalb von innen durch das einströmende Gas gekühlt. Diese Ideen reduzieren den sonst üblichen Verschleiß von Elektrode und Gasdüse. Auch werde der Gasverbrauch gesenkt, weil insgesamt weniger Gas zur Kühlung des Prozesses nötig sei. Das zahlt sich durch längere Standzeit und weniger Arbeitsunterbrechungen aus, heißt es.

4. Freie "Bahn" für den Schweißstrom

Die Elektrode ist bei den neuen WIG-Brennern fest in den Kupferkern der Elektrodenaufnahme eingepresst und wird dann, wie schon erwähnt, in den Brenner eingeschraubt, statt, wie bisher, geklemmt. Das erhöht die Flächenpressung zwischen Elektrode und Brennerbereicht erheblich, sagt Dinse. Dadurch sinkt der zu überwindende elektrische Widerstand, was für einen hervorragenden Stromübergang sorgt. Nicht zuletzt führe der Kupferkern die Wärme zügig von der Elektrodenspitze ab.

5. Bauteiloptimierte Wunsch-WIG-Brenner

Der Anwender hat laut Dinse die Wahl zwischen zwei Baugrößen mit darauf abgestimmtem Elektrodendurchmesser. Wegen des neuen Konstruktionsprinzips mit stark verkürzter Elektrode und dem Verzicht auf eine Spannzangenaufnahme verkleinere sich der gesamte Aufbau der neuen WIG-Brenner erheblich. Das macht sie im Hinblick auf die Gestaltung der Pistoleneinsätze flexibler, heißt es dazu. Die schraubbaren Elektroden sind je nach Prozessanforderung in unterschiedlichen Längen sowie in zahlreichen Legierungen und Schliffwinkeln erhältlich. Kurzum: Der Schweißpraktiker definiert seine Anforderungen und Dinse liefert den Wunsch-WIG-Brenner mit optimaler Bauteilzugänglichkeit.

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