Anlagenverfügbarkeit

Garantie gegen Anlagenausfälle erfordert Einbeziehung der Lebenszykluskosten

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Ein anderer Punkt ist die vorsätzliche Überlastung einer Maschine, die im Pflichtenheft logischerweise nicht abgedeckt ist. Hier besteht das Problem des Nachweises der Überlast. Es gibt jedoch ausreichend Möglichkeiten durch Messinstrumente und Einschränkungen in der Parameterwahl durch die Steuerungsprogrammierung (Bild 4). Hierbei sei angemerkt, dass eine vorsätzliche Überlastung der Maschine durch den Betreiber oftmals der Ausweg aus einer Engpasssituation ist, indem eine andere Maschine entlastet werden muss. Es wird hier kein böser Wille des Betreibers unterstellt.

Trends im Maschinenbau machen Spezialwissen nötig

Für die Zukunft sehen die Anlagenexperten von Thyssen-Krupp Mill Services & Systems zwei Strömungen: Einerseits werden die Maschinen und Anlagen in Aufbau und Technik immer komplexer. Andererseits wird die kundensspezifische Anpassung trotz modularer Bauweisen immer häufiger. So ist immer mehr Spezialwissen in der Instandhaltung notwendig. „Spezial“ ist meistens teuer.

Diesem Zielkonflikt begegnen die Betreiber von Maschinen mit der Forderung nach möglichst wenigen Schnittstellen innerhalb der Nebenprozesse, um die dort entstehenden Verwaltungs- und Koordinierungskosten niedrig zu halten. Mit Nebenprozessen sind außer der Instandhaltung auch Dienstleistungen wie innerbetriebliche Logistik, Qualitätsprüfungen, Werkzeugwechsel, Lagerbewirtschaftung und Nacharbeit gemeint. Genau diese Dienstleistungen sind nur vor Ort beim Kunden zu erbringen.

Die Schnittmenge aus beiden Trends erfordert einen Anbieter, der kontinuierliche Dienstleistungen über ein Standortnetz mit Mitarbeitern aus der Umgebung des Kunden erbringt.

Dipl.-Ing. Dietmar Schürken ist Leiter der Serviceorganisationen und Dipl.-Ing. Ricky Hanzel Experte für Maschinenbau bei Thyssen-Krupp Mill Services & Systems in Oberhausen.

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