Sortierlösung Gegen den Flaschenhals beim Laserschneiden

Ein Gastbeitrag von Matthias Bühler

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Der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig. Mitarbeiter für schwere und monotone Arbeiten, wie das manuelle Ausbrechen und Absortieren von tausenden lasergeschnittenen Teilen, zu finden, ist fast unmöglich. Und selbst wenn, will man diese Mitarbeiter dann nicht lieber für wertschöpfendere Tätigkeiten einsetzen? Eine vollautomatische Sortieranlage für Laserteile ist hier die Alternative.

Die Sortieranlagen aus dem Hause Astes4, seit 2018 teil der Mitsubishi-Electric-Gruppe, wurden kontinuierlich schneller, um den immer schnelleren Laserschneidanlagen trotzen zu können.
Die Sortieranlagen aus dem Hause Astes4, seit 2018 teil der Mitsubishi-Electric-Gruppe, wurden kontinuierlich schneller, um den immer schnelleren Laserschneidanlagen trotzen zu können.
(Bild: Grifo Marchetti)

Durch die Investition in eine moderne und schnelle Fiberlaseranlage verspricht man sich hohe Ausbringleistungen, speziell im Dünnblech. Jedoch sind durch eine Laseranlage geschnittene Teile noch lange nicht in der richtigen Menge und Qualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort (bspw. Stichwort Nachfolgeprozess Abkanten). Eine einfache, automatisierte Be- und Entladelösung ermöglicht es zwar, die Prozesse zwischen Laserschneiden und Teileentnahme zu trennen und damit die Auslastung der Laseranlage deutlich zu steigern, das Problem der manuellen Teileentnahme durch den Werker bleibt jedoch ungelöst. Zudem kommt es bei der manuellen Teileentnahme zu einem immensen Gabelstaplerverkehr und der Inanspruchnahme teurer Produktionsflächen. So stell man recht häufig fest, dass sich eine Flaschenhalsproblematik im Prozess der manuellen Teileentnahme durch den Werker gebildet hat. In einer modernen und nachhaltig profitablen Metallverarbeitung ist also kein Maschinendenken, sondern ein durchgängiges Prozessdenken gefordert.

Dass die Flaschenhalsproblematik der Teileentnahme bereits bei geringen Laserleistungen auftreten kann, sah man beim Unternehmen Grifo Marchetti und dessen 2-Kilowatt-Fiberlaseranlage von Mitsubishi Electric. „Um der steigenden Auftragslage und dem Bedarf nach mehr Flexibilität gerecht zu werden, haben wir das Stanzen und die Teilekommissionierung in der Produktion abgelöst. Durch den Einsatz des fortschrittlichen Astes4-Sortiersystems Sort Pro konnten wir nicht nur dieses Problem brillant und sauber lösen, sondern es eröffnete uns auch neue Möglichkeiten auf der Prozessebene“, so Donato Marchetti, Inhaber von Grifo Marchetti. „Wir haben im Unternehmen auch ein wichtiges Nachhaltigkeitsprojekt umgesetzt“, fährt Marchetti fort, „dessen wesentlicher Bestandteil das neue Hochleistungssortiersystem Sort Pro darstellt. Eine Investition, die es uns ermöglicht hat, unsere Effizienz zu steigern.“

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So arbeitet Grifo Marchetti jetzt vollautomatisch vom Rohblech bis zu den fertig absortierten und automatisch eingelagerten Teilen: Und zwar mit einem sehr schnellen modularen Laser-Automatisierungssystem. So wird klar, dass es nicht die Laserleistung ist, die den Unterschied in der modernen Fertigung ausmacht, sondern ein intelligentes und effizientes Teilemanagement, das Prozesse integriert und Unproduktivität besiegt, egal wie hoch die Laserleistung ist. Selbst bei Laserleistungen deutlich unter 8 oder 10 Kilowatt kann eine Sortieranlage bereits sinnvoll und wirtschaftlich sein. Häufig mit Amortisationszeiten von unter fünf Jahren.

Auch lange und komplexe Konturen absortieren

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Teilevielfalt, speziell bei Lohnfertigern. Astes4 setzt dabei auf die im eigenen Haus entwickelte Software Sort CAM, mit der alle benötigten Sortierparameter durch Algorithmen im Hintergrund berechnet werden und einen Programmiereingriff nur noch selten erforderlich machen. Beweis hierfür ist, dass fast 50 Prozent der in der Firmengeschichte gelieferten Anlagen bei Lohnfertigern in Betrieb sind. Sort CAM lässt sich zudem in alle gängigen CAD/CAM- und ERP-Umgebungen integrieren.

Die Sortieranlagen aus dem Hause Astes4, seit 2018 Teil der Mitsubishi-Electric-Gruppe, wurden seit dessen Gründung 2013 kontinuierlich schneller, um den immer schnelleren Laserschneidanlagen trotzen zu können. Das neuste Design setzt auf zwei Manipulatoren für das automatische Beladen mit Rohblech und das Entsorgen des Restgitters – alles innerhalb von 58 Sekunden. Die vollautomatische Teileabsortierung erfolgt durch das Modul Sort Pro, welches über zwei eigenständige Portale und insgesamt vier Sortierköpfe verfügt. Zwei eigenständig verfahrbare Portale sind hierbei ein Muss, da sonst lange oder komplexe Konturen gar nicht oder nicht prozesssicher absortiert werden können. Eines der Highlights der Sortieranlage ist der patentierte, in die Köpfe integrierte automatische Werkzeugwechsler, welcher über bis zu sieben Werkzeuge pro Kopf verfügt und so völlig hauptzeitneutral (ohne zeitaufwendigen externen Werkzeugwechsel) das dem Laserteil entsprechende Werkzeug auswählen kann.

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Das vorgestellte modulare Automatisierungssystem, bestehend aus dem Be- und Entlademodul Sky Way und Sortiermodul Sort Pro kann an vielfältige automatische Lagersysteme angebunden werden. Hier kommen sowohl herstellereigene Lösungen aus der Store-Go-Serie als auch die Anbindung von Systemen anderer Hersteller in Betracht – ganz nach Kundenwunsch. Angebunden werden kann das gesamte System an Laserschneidanlagen aller gängigen Hersteller. Somit heißt es: Clever starten und intelligent erweitern. Das schont den Geldbeutel und lässt alle Erweiterungsmöglichkeiten für die Zukunft offen.

Mitsubishi auf der Euroblech: Halle 11, Stand G25

Weitere Meldungen zur Euroblech finden Sie in unserem Special.

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