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Weil sich alle Informationen auf der Komponente oder Montageanleitung befinden, entfällt ein zeitaufwändiges Lesen und Organisieren der COA. Damit sind schnellere Montage und niedrigere Montagekosten sichergestellt.
Besonderheiten bei der UL-Approbation für Sammelschienensysteme
Für Sammelschienensysteme, die für die Stromverteilung in Schaltanlagen eingesetzt werden, müssen bei der UL-Approbation einige Besonderheiten beachtet werden. Bei solchen Sammelschienensystemen wird in der UL 508A zwischen Feeder- und Branch-Stromkreisen unterschieden.
Mit Feeder wird im Allgemeinen der Teil des Stromkreises bezeichnet, der einspeiseseitig vor dem letzten „over-current protective device“ angeordnet ist. Für diesen Teil des Stromkreises sind zum Beispiel größere Kriech- und Luftstrecken vorgeschrieben (Bild 3).
Der Branch- oder Control-Stromkreis befindet sich dementsprechend hinter dem letzten „over-current protective device“. Für Anwendungen von Sammelschienen ist es wichtig zu wissen, in welchem Bereich sie sich befinden, weil die Anforderungen in Bezug auf Kriech- und Luftstrecken im Feeder-Bereich deutlich höher sind.
Unterschiede zwischen IEC- und UL-konformen Sammelschienensystemen
Beim Sammelschienensystem Riline60 von Rittal sind in der UL-Version im Vergleich zu der IEC-konformen Version nur wenige Änderungen zu beachten. Um die geforderten Abstände für Kriech- und Luftstrecken einzuhalten, werden UL-Sammelschienenhalter für Flachschienen und Rittal PLS eingesetzt. Außerdem muss auf jeden Fall die Riline60-Bodenwanne verwendet werden, um die geforderten Abstände zwischen spannungsführenden Teilen und der geerdeten Montageplatte einzuhalten.
Die UL 508A legt für Leitungs- und Sammelschienenquerschnitte einen Strom von 1000 A je Quadrat-inch fest, was etwa 1,55 A/mm2 entspricht. Höhere Werte können durch Prüfung nachgewiesen werden. Das Riline60-Sammelschienensystem mit der Abmessung 30 mm × 10 mm wurde auf einen Bemessungsstrom von 700 A anstatt 465 A geprüft.
Anschlussklemmen für „field-wiring“ zugelassen
Anschlussklemmen können gemäß den UL-Standards für „factory-“ oder „field-wiring“ zugelassen sein. Die für „factory-wiring“ zugelassenen Klemmen dürfen nur in der Werkstatt des Schaltanlagenbauers durch eingewiesene Fachkräfte verwendet werden. Sollen die Klemmen auch vor Ort in der installierten Anlage verwendet werden, so ist eine Zulassung für „field-wiring“ notwendig.
Die „cULus-listed“-Komponenten des Riline60-Systems sind zur Anwendung für „field-wiring“ geprüft und zugelassen. Dies hat für den Anlagenbauer den Vorteil, dass im Falle größerer Änderungen, Erweiterungen oder Reparaturen an der Anlage keine erneute Überprüfung durch einen UL-Inspektor vor Ort stattfinden muss.
Das Sammelschienensystem Riline60 von Rittal ist in der UL-Version für die Anforderungen des nordamerikanischen Marktes geeignet. Soll eine Schaltanlage auf diesen Markt geliefert werden, kann durch Verwendung dieser UL-listed-Komponenten Zeit bei der Inbetriebnahme gespart werden, was sich letztendlich auch in den Kosten niederschlägt.
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Steffen Vree ist Leiter Produktmanagement Stromverteilung bei der Rittal GmbH & Co. KG, 35726 Herborn.
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