Bearbeitungszentren Genaues Fünf-Achs-Fräsen von Composite-Bauteilen

Autor / Redakteur: Udo Hipp / Rüdiger Kroh

Zum Bearbeiten von Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen für die Automobilindustrie wurde ein automatisiertes Frässystem realisiert. Bei der Anlage mit Roboterbeladung kam es vor allem auf eine reproduzierbare Bearbeitungsgenauigkeit und eine hohe Dynamik in der mehrachsigen Komplettbearbeitung an.

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(Bild: Hermle)

Das Hightech-Land Schweiz ist immer für Überraschungen gut. Abzulesen ist dies beispielsweise an der Automobilindustrie, die es bei den Eidgenossen so nicht gibt. Jedoch sind in der Schweiz gerade in dieser Branche zahlreiche Zulieferbetriebe am Werk, die sich deutlich mehr als kreativ-innovative Technologie- und Dienstleistungs-Partner, denn nur als sogenannte verlängerte Werkbänke präsentieren. Ein gutes Beispiel dafür ist die Connova AG in Villmergen. Im Jahr 1983 gegründet, und zunächst vor allem in den Segmenten Modell- und Formenbau für Gießereiprodukte tätig, hat sich das Unternehmen über den Weg vom klassischen Werkzeugbaubetrieb zu einem international gefragten Spezialisten für Bauteile und Baugruppen aus Faserverbundwerkstoffen entwickelt. Dort wird von der Idee bis hin zur dokumentierten Material-, Bauteil- und Lieferqualität die Prozess- und Wertschöpfungskette beherrscht.

Leichtbaustrukturen führen zu mehr Energieeffizienz

Der Firmenslogan „new ways in composites“ beschreibt die zukunftsorientierten Möglichkeiten, die sich den Industrien und Endkunden durch die Verwendung von spezifisch entwickelten Faserverbundwerkstoffen ergeben. Denn Leichtbaustrukturen und Materialeinsparungen führen in der Luftfahrt und Transportlogistik sowie in der Fahrzeugtechnik zu mehr Energieeffizienz; oder durch höhere Dynamik zur Steigerung von Leistung und Genauigkeit in der Produktion. Und nicht zuletzt sind durch Werkstoffsubstitutionen ganz neue Lösungsansätze in Design, Funktionsintegration und damit Funktionalität möglich.

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Jon Andri Jörg, CEO der Connova AG, sagt zum Dienstleistungsspektrum des mittlerweile 59 Beschäftigte umfassenden Spezialistenteams: „Wir verstehen uns als Partner, der im Bereich Composites die Kunden von der Produktidee, über das Engineering, die Auswahl des Materials, die CNC-Fertigung der Modelle, Formen und Werkzeuge sowie der CNC-Bearbeitung der laminierten Teile bis zur Wartung und Reparatur der Werkzeuge und Bauteile begleitet.” Gerade der mechanischen Bearbeitung komme in Zeiten der sich rasant entwickelnden Verwendung spezieller Composite-Bauteile eine große Bedeutung zu. Da sei es von entscheidendem Vorteil, auch in der drei- bis fünfachsigen Bearbeitung der Composite-Bauteile Expertenwissen vorweisen zu können.

Systemlösungskompetenz überzeugte

Sehr deutlich wird dies daran, dass ein entsprechend den längeren Automobil-Modellzyklen mehrjährig laufender Fertigungsauftrag für Composite-Bauteile durchaus mehrere Tausend Stück umfassen kann, die es nach JIT-Kriterien chargenweise zu produzieren und anzuliefern gilt. Aus diesem Grund hat Connova vor gut 15 Monaten in ein flexibles Fertigungssystem der Berthold Hermle AG investiert. Der Beschaffung ging ein ausführlicher Evaluationsprozess mit Testbearbeitungen voraus, den Hermle klar für sich entschied. Neben der reproduzierbaren Bearbeitungsgenauigkeit und der Dynamik in der mehrachsigen Komplettbearbeitung, überzeugten vor allen Dingen die Systemlösungskompetenz.

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