Anbieter zum Thema
Schutzfaktor ohne Materialvergeudung
Das neue Verfahren biete dabei gleich mehrere Vorteile: „Durch den gezielten Einsatz des Lasers auf einen bestimmten Bereich wird die Wärmebelastung für das Bauteil so gering wie möglich gehalten“, erklärt Jörg Zerrer, Geschäftsführer ELB – Eloxalwerk Ludwigsburg Helmut Zerrer GmbH. Außerdem sei das Verfahren sehr ressourceneffizient, denn durch das gezielte Auftragen gehe kein Material verloren, wie es sonst etwa durch das Overspray, das beim Aufsprühen einer Schutzschicht entsteht passiere. „Außerdem setzen wir keine umweltschädlichen Lösungsmittel ein“, versichert Zerrer.
Wartungsarme „Dynamik“ wird machbar
Erste technische Prüfungen zeigen das Potenzial des „Doppellaser-Beschichtungsverfahrens“: Beim sogenannten Pin-on-Disc-Test werden etwa das Reibeverhalten und der Verschleiß untersucht. Dazu wird beispielsweise unter Last eine Stahlkugel auf eine rotierende Platte aufgebracht, die mit der Schutzschicht versehen ist. Dabei wird untersucht, ab wie vielen Metern „Laufleistung“ sich ein Verschleiß der Schicht erkennen lässt, erklären die Experten. „Im Vergleich zum am Markt bestehenden Systemen konnten wir die Reibung und den Verschleiß so stark verringern, dass unsere neue Beschichtung eine 100 Mal längere Lebenszeit erreicht“, betont Zerrer. Die geringere Reibung sorge bei bewegten Bauteilen, etwa in Motorenkomponenten oder Lagern, für eine höhere Energieeffizienz im Betrieb. Das macht quasi wartungsfreie Antriebe möglich, merkt Zerrer an. „Durch das neue Verfahren eröffnen sich für Leichtbauwerkstoffe wie Magnesium oder Aluminium neue Anwendungsbereiche“, ergänzt Dr. Wolfgang Seeliger, Geschäftsführer der Leichtbau BW GmbH.
(ID:45362196)