BP Globaler Energieverbrauch dürfte bis 2030 weiter wachsen
Der britische Mineralölkonzern BP hat den 60. BP Statistical Review of World Energy herausgegeben. Dieser erscheint jährlich und versucht Fragen zu beantworten wie: Welche Energie werden wir in 20 Jahren nutzen? Verdrängen erneuerbare Energien die klassischen Energieformen Öl und Gas? Der Report wird auch in der Wissenschaft beachtet.
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Nach der Kernaussage der Studie des britischen Mineralölkonzerns wird die weltweite Energienachfrage wachsen. Jedoch vermindern sich die jährlichen Steigerungsraten beim Energieverbrauch. Der Treiber hierfür sind die Industrialisierung sowie das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern.
Begleitet wird dieses Wachstum beim Energieverbrauch in den nächsten beiden Dekaden von einer verbesserten Energieeffizienz sowie großen Zuwachsraten bei den erneuerbaren Energien. Laut der Prognose des britischen Unternehmens wird sich der weltweite Energiebedarf um insgesamt 39 % bis 2030 erhöhen.
Fossile Energieträger bleiben vorherrschend
Gleichzeitig behaupten fossile Energieträger ihre dominante Stellung. Sie sollen 2030 einen Anteil von 81 % an der weltweiten Energienachfrage befriedigen. Auch wird der Untersuchungszeitraum durch eine zunehmende Substitution von Energieträgern geprägt sein, bei der sich Gas und erneuerbare Energien auf Kosten von Kohle und Erdöl durchsetzen werden, so der Energie-Outlook.
Die Umstellung auf erneuerbare Energien erfolgt eher langsam. Jedoch ist diese Ressourcenquelle der am schnellsten wachsende Energieträger. Mit Wachstumsraten von mehr als 8 % jährlich wird ihre Steigerungsrate viel höher liegen als die von Erdgas, dem am schnellsten wachsenden fossilen Primärenergieträger mit Zunahmen von 2 %.
Weiter hohe Nachfrage nach flüssigen Kohlenwasserstoffen
Erdöl wird über den gesamten Untersuchungszeitraum Marktanteile verlieren. Jedoch wird der Bedarf an flüssigen Kohlenwasserstoffen im Jahr 2030 bei 103 Mio. Barrel pro Tag um 18 % über dem Wert des Jahres 2010 liegen. Somit müssen auch im Jahr 2030 immer noch ausreichende Mengen an flüssigen Energieträgern – Öl und Biokraftstoffe – vorhanden sein, um die vorhergesagte Nachfragesteigerung in Höhe von 16 Mio. Barrel pro Tag zu befriedigen und die zurückgehende Förderung aus den derzeit bestehenden Quellen zu kompensieren.
Die Nachfrage bedienen entsprechend den Prognosen der Studie Ölquellen aus der arabischen Welt. Der Bericht legt nahe, dass die Ölquellen der Länder des Nahen und Mittleren Ostens über genügend Kapazitäten verfügen, um den weltweiten Energiehunger zu befriedigen.
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