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Kunststoffverarbeitung

Granulattrockner mit Sleep-Mode spart Energie und Zeit beim Produktwechsel

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Gedrosselte Druckluftmenge spart Kosten

Der Sleep-Mode schafft Abhilfe, denn er wird mit der integrierten FIT-Steuerung automatisch nach einer programmierbaren Zeit aktiviert und reduziert die Trocknungstemperatur, wie oben erklärt wurde. Weil er gleichzeitig die zugeführte Druckluft auf ein Minimum begrenzt, ließe sich eine Übertrocknung des Materials sicher vermeiden. „Weil die Luftmenge gedrosselt wird, senkt der Card-Trockner die Kosten für die Druckluft“, erläutert Farrag. Gleiches gelte folglich für die Heizleistung, die wegen der Druckluftersparnis und der geringeren Temperatur in doppelter Hinsicht reduziert werde.

Schwitzwasserschutz mit Kaltwasser

Ein weiterer Nachhaltigkeitsfaktor stellt sich laut Farrag durch den Betrieb des sogenannten MAP (Mould Area Protector) ein, der mit Kaltwasser anstelle eines Molekularsiebs arbeitet. Damit sich an der Formoberfläche kein Kondenswasser niederschlägt, versorgt das Konzept des MAP-Systems den abgeschotteten Formenbereich der Maschine mit gefilterter, trockener Luft, was die Entstehung von Schwitzwasser an der Außenseite von vorne herein ausschließt. Die dabei mögliche permanente Verwendung von Kaltwasser steigert außerdem den Produktionsfluss, heißt es weiter. Gleichzeitig sorge dieses Prinzip für einen sicherer Korrosionsschutz, was die Oberflächen des Spritzgießwerkzeugs mit den empfindlichen Kavitäten schone. Im MAP-Gerät selbst müsse lediglich die Filtermatte gelegentlich gereinigt werden – das sei schon der ganze Wartungsaufwand. „Das erspart – wie beim Card-Trockner – kostenintensive Reparaturen oder gar Neuanschaffungen und entlastet die Umwelt durch das reduzierte Müllaufkommen erheblich“, sagt Farrag.

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Innere Formkühlung spart Kunststoff ein

Außer dem Card-Trockner und dem MAP-System trage auch die interne Formenkühlung von Farragtech zu einer insgesamt nachhaltigeren Produktion bei. So ist das eigens entwickelte Internal Air Cooling-System (IACS) laut Farrag in der Lage, ein in der Form befindliches, blasgeformtes, also hohles, Kunststoffteil (zusätzlich zur standardmäßigen äußeren Kühlung), auch von innen zu kühlen, wodurch die Gesamtkühlzeit sinkt. Gleichzeitig verhindere der Prozess durch den homogener am Teil wirkenden Kühleffekt Spannungen im Kunststoffteil. Farrag betont, dass dadurch die Wandstärke eines Bauteils um bis zu 10 % dünner werden kann, ohne seine Funktionfähigkeit einzubüßen.

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