Brennstoffzellen Großauftrag: Bosch liefert Brennstoffzellen-Komponenten an Cellcentric

Redakteur: Katharina Juschkat

Für schwere Nutzfahrzeuge und stationäre Anwendungen setzt das Joint Venture Cellcentric auf Brennstoffzellen-Komponenten von Bosch. Die Unternehmen haben eine langfristige Liefervereinbarung geschlossen.

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Bosch erhält einen Großauftrag von Cellcentric für einen elektrischen Luftverdichter mit integrierter Leistungselektronik.
Bosch erhält einen Großauftrag von Cellcentric für einen elektrischen Luftverdichter mit integrierter Leistungselektronik.
(Bild: Bosch)

Bosch hat einen Großauftrag für einen elektrischen Luftverdichter mit integrierter Leistungselektronik erhalten – für die Hightech-Komponente hat Bosch eine langfristige Liefervereinbarung mit Cellcentric geschlossen.

Als 50:50-Joint-Venture von Daimler Truck AG und Volvo Group AB verantwortet Cellcentric alle Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Joint Venture will ein weltweit führender Hersteller von Brennstoffzellen-Systemen werden. Der Luftverdichter regelt im Brennstoffzellensystem die Sauerstoffzufuhr und wird Bestandteil des Cellcentric-Brennstoffzellensystems. Dieses kommt künftig in schweren Nutzfahrzeugen und stationären Anwendungen zum Einsatz. Die Serienproduktion ist ab Mitte des Jahrzehnts geplant.

Die technische Komplexität des elektrischen Luftverdichters lässt sich mit einem Diesel-Einspritzsystem für Nutzfahrzeuge vergleichen.
Die technische Komplexität des elektrischen Luftverdichters lässt sich mit einem Diesel-Einspritzsystem für Nutzfahrzeuge vergleichen.
(Bild: Bosch)

Bosch bietet den Luftverdichter in zwei Leistungsklassen mit 20 und 30 Kilowatt an. Die 30-Kilowatt-Klasse ist für Spannungen von 450 bis 850 Volt ausgelegt, die 20-Kilowatt-Klasse wahlweise für Spannungen von 250 bis 450 Volt oder 450 bis 850 Volt. Das Verdichterrad erreicht Drehzahlen von mehr als 100.000 Umdrehungen pro Minute.

Die größte technische Herausforderung liegt beim Luftverdichter darin, die luftgelagerten Hochdrehzahl-E-Maschinen in Kombination mit der Leistungselektronik aus der Einzelteilfertigung in die Großserienfertigung zu überführen.

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