Getriebe Große Drehmomente übertragen

Autor / Redakteur: Hans-Erich Maul / Stefanie Michel

Nutzt man in Verzahnteilen Evolventenverzahnungen, dann muss man auch die Nachteile in Kauf nehmen, die sich aus dem Linienkontakt ergeben. Eine neue Getriebekonstruktion hingegen nutzt den flächenförmigen Kontakt von Gewindetrieben.

Die Bauart als Innengewindesteller mit stirnseitigem Motor und i=100:1.
Die Bauart als Innengewindesteller mit stirnseitigem Motor und i=100:1.
(Bild: Maul Konstruktionen)

Im allgemeinen Maschinenbau und in anderen technischen Bereichen werden Getriebe mit Evolventenverzahnung eingesetzt. Die Evolventenverzahnung ist dominierend. Ein Nachteil dieser Art von Verzahnung ist die Linienberührung zwischen den Zähnen.

Gewindetriebe haben einen flächenförmigen Kontakt und weisen dadurch einen geringeren Verschleiß auf. Zudem können sie meist spielarm gefertigt werden. Hier werden nun zwei Anwendungen beschrieben, die eine hohe Untersetzung ermöglichen. Paart man zwei Gewinde miteinander und fügt zwischen den Gewinden eine Linearführung ein, bestehend aus Bolzen und einer Doppelgewindescheibe, so ist es möglich, große Drehmomente zu übertragen. Am Beispiel zweier Nockenwellensteller werden je nach Bauart die signifikanten Vor- und Nachteile angegeben.