Shopfloor Management

Großer Qualitätssprung durch Shopfloor Management

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Am Shopfloor Board (Bild 2) erhalten sie auf den ersten Blick eine Übersicht über den Status quo und können gezielt an den roten Bereichen ansetzen. Zudem finden sie neben den tagesaktuellen Informationen Kennzahlauswertungen des aktuellen Monats und Jahres.

Shopfloor Board hilft bei schneller Problemlösung

Darüber hinaus gibt das Shopfloor Board aber auch schnell und einfach Auskunft über die Art der aufgetretenen Probleme. Die Linienverantwortlichen halten nicht nur fest, ob sie zu viel oder zu wenig produziert haben, sie geben auch die jeweiligen Gründe dafür an. Das Problem wird zum einen direkt hinter der aktuellen Zahl notiert und im Detail auf dem gesonderten Blatt Probleme – Sofortmaßnahmen erfasst. Hier wird auch notiert, wie weit der Problemlösungsprozess fortgeschritten ist. Besteht das Problem nicht mehr, kommt hinten der sprichwörtliche Haken dran.

Des Weiteren ist es extrem wichtig, dass auf dem Shopfloor Board nicht nur steht, dass eine Montagelinie ihr Soll nicht erfüllt hat, sondern auch die Gründe angegeben werden. Die Mitarbeiter müssen verstehen, dass es hier nicht um Bloß-, sondern um Hilfestellung geht. Denn das Ziel ist ein positiver Problemlösungsprozess, der nicht mit „Wer hat Schuld?“ sondern mit „Warum ist das passiert?“ startet.

Teilnahme wird per Ampelfunktion kontrolliert

Außerdem gibt es am Shopfloor Board jeden Morgen um 7.45 Uhr eine gemeinsame Frühbesprechung. An ihr nehmen der Director of Manufacturing, die acht Linienverantwortlichen, die beiden Meister, Montageleiter sowie alle relevanten unterstützenden Abteilungen, wie zum Beispiel Qualität, Einkauf und Logistik, teil. Zudem haben sich die Bereichsleiter dieser Abteilungen bis hin zur Geschäftsführung verpflichtet, einmal pro Woche dabei zu sein.

So behalten sie nicht nur den Kontakt zur Produktion und zu ihren Mitarbeitern, sondern sind wöchentlich auf dem aktuellen Stand und erfahren potenzielle Probleme aus erster Hand. Kontrolliert wird ihre Teilnahme per Ampelfunktion: Für jedes Mitglied dieses Kreises wird am Shopfloor Board eine Karte mit Namen befestigt, deren Vorderseite rot und deren Rückseite grün markiert ist. Am Ende jeder Kalenderwoche werden sie auf rot gesetzt – nimmt die jeweilige Person an der Frühbesprechung teil, dreht sie ihre Karte auf grün.

Frühbesprechung bringt alle Beteiligten zusammen

In der Frühbesprechung berichtet jeder Linienverantwortliche anhand der Informationen auf dem Shopfloor Board von seinem Montageband, beginnend mit der Sicherheit am Arbeitsplatz. Anschließend geht es um Mitarbeiterbelegung und Ausbringung.

Vor allem aber erörtert er Probleme, die an seinem Band aufgetreten sind und dazu geführt haben könnten, dass das Soll nicht erfüllt wurde. Dabei gibt er auch im Detail Aufschluss darüber, welche Lösungsmaßnahmen er getroffen und welchen Status der Lösungsfortschritt hat.

Im Prinzip ist zwar alles, was im Informationscenter festgehalten ist, an sich selbsterklärend und auf den ersten Blick ersichtlich. Mit der Frühbesprechung schafft das Unternehmen aber etwas, was früher durchaus mit Schwierigkeiten verbunden war: alle Parteien gleichzeitig an einen Tisch zu bekommen.

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